Unter dem Motto „Ich packe meinen Koffer…für den Notfall!“ startete die Gemeinde Gusenburg, am 24. September in eine Reihe von Infoveranstaltungen, die den Bürgern die Möglichkeit geben soll, sich über wichtige und nützliche Themen zu informieren.
Am vergangenen Donnerstag waren die Gemeindeschwesterplus Dominique Redeligx und Achim Lorenz vom DRK-HausNotrufService zu Gast und klärten 20 Interessierte über präventive Maßnahmen auf, die es dem Rettungsdienst im Falle eines Notrufs leichter machen, schnell und zielgerichtet zu versorgen.
Zunächst wurde das Konzept der SOS-Notfalldose erläutert. Die Rettungsdose wird, mit allen medizinisch wichtigen Daten (Medikamentenplan, Vorerkrankungen, Hausarzt, Notfallkontakt, etc.), im Kühlschrank aufbewahrt, so dass ein Rettungsteam schnelle Erstinformationen bekommen kann, wenn man selbst nicht mehr ansprechbar ist. Der Gedanke, dass Angehörige, ja schnell da seien oder der Partner in einer Notfallsituation -wohlmöglich noch unter Schock - Auskunft geben könne, hat sich in jahrelanger Praxis, so Herr Lorenz, nur selten bestätigt.
Leider bietet die SOS-Notfalldose nur begrenzten Platz für Informationen, deshalb stellte Frau Redeligx eine Notfallmappe vor, die bereits in verschiedenen Verbandsgemeinden in der Eifel erhältlich ist. Die Mappe enthält mehrere Vorlagen, die Informationen abfragen und somit ausführlicher die Möglichkeit geben Angaben über gesundheitliche Probleme zu hinterlegen. Diese Infos können dann noch mit aktuellen Medikamentenplänen (erhältlich beim Hausarzt), Arztbriefen, Befunden und Patientenverfügungen ergänzt werden und sollten in einem gepackten Koffer für den Krankenhausaufenthalt aufbewahrt werden.
Frau Redeligx ist z.Zt. noch auf der Suche nach geeigneten Sponsoren, um auch in der Verbandgemeinde Hermeskeil ein solches Angebot zur Verfügung zu stellen. Es wird darüber informiert, sobald entsprechende Unterlagen erhältlich sind.
Zu guter Letzt, hatte Herr Lorenz eine Auswahl an Notrufsystemen dabei und erklärte den Unterschied zwischen Hausnotruf, mobilem Notrufgerät oder einer Notrufuhr, über die man nicht nur ein Notrufsignal abschicken, sondern gleich mit der Leitstelle telefonieren kann. Gleichzeitig bietet die Uhr die Möglichkeit Menschen in Not per GPS oder Tracking zu orten. Der DRK-HausNotrufService informiert nicht nur über die Einrichtung solcher Systeme, sondern auch über eine Reduzierung der Kosten, sofern ein Pflegegrad vorliegt.
Für alle Teilnehmer standen kostenlose Notfalldosen und Infomaterialien zur Verfügung. Sollten Bürger, die nicht zur Veranstaltung kommen konnten, Interesse an einer Notfalldose oder an Informationsmaterial haben, können sie sich an die Dorfbegleitung der Gemeinde Gusenburg wenden (solange der Vorrat reicht).