Die Bürgermeister Mirosław Wądołowski (r.) und Christoph König beim Empfang im Rathaus
Gruppenfoto mit der Hermeskeiler Delegation in der Partnerstadt.
Vertreter der Partnerschaftsvereine
Fünf Tage Hel, viele Begegnungen und jede Menge herzliche Gastfreundschaft: Vom 23. -27. September reiste eine 30-köpfige Delegation aus Hermeskeil in die polnische Partnerstadt Hel. Eine Reise, die einmal mehr gezeigt hat, wie lebendig die seit vielen Jahren bestehende Städtepartnerschaft ist.
Alle zwei Jahre macht sich eine Hermeskeiler Delegation auf den Weg an die polnische Ostseeküste. Im kommenden Jahr heißt es dann wieder: „Witamy w Hermeskeil!“ – die Freunde aus Hel werden zum Gegenbesuch im Hochwald erwartet.
Organisiert werden die Besuche vom Deutsch-Polnischen Freundschaftskreis. Die Federführung hatten wieder Bernd Jennen und Willi Auler, unterstützt von Barbara Gadziala, die einmal mehr eine wichtige Brücke zwischen den beiden Sprachen und Kulturen bildete.
Auch Stadtbürgermeister Christoph König war mit dabei und hatte sich Verstärkung aus dem Stadtrat mitgenommen. Die Beigeordneten Bernhard Kronenberger und Edgar Breit sowie zwei weitere Ratsmitglieder gehörten zur Hermeskeiler Delegation.
Auf dem Programm standen unter anderem ein Empfang im Rathaus, historische Führungen durch Hel, Begegnungen mit den Freunden aus der Stadt und den Kaschuben sowie ein Tagesausflug nach Danzig. Natürlich kam auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz.
Ein besonderer Höhepunkt war ein Bootsausflug, der von den Gastgebern als Überraschung organisiert worden war. Bei bestem Gemeinschaftsgefühl konnten die Hermeskeiler dabei die beeindruckende Landschaft rund um die Halbinsel Hel aus einer ganz besonderen Perspektive erleben.
Städtepartnerschaft braucht Menschen und neue Generationen
Für Stadtbürgermeister Christoph König ist insbesondere der Austausch zwischen den Vereinen ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Partnerschaft. „Eine Städtepartnerschaft lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass wir nicht nur untereinander den Kontakt pflegen, sondern auch unsere Vereine miteinander ins Gespräch bringen und gleichzeitig neue, jüngere Teilnehmer für diese Partnerschaft begeistern“, so König.
Aus diesem Grund waren in diesem Jahr neben den langjährigen Freunden des Deutsch-Polnischen Freundschaftskreises auch Mitglieder des Feuerwehr Erlebnis Museums und des Vogelvereins mit dabei. König: „Wenn wir wollen, dass diese Freundschaft auch in 20 oder 30 Jahren noch genauso lebendig ist, müssen wir heute dafür sorgen, dass die nächste Generation sie kennenlernt und eigene Beziehungen aufbaut. Das halte ich für existenziell für eine dauerhaft erfolgreiche Städtepartnerschaft.“
Auch die beiden Bürgermeister betonten bei den gemeinsamen Gesprächen erneut die Bedeutung der Verbindung zwischen Hel und Hermeskeil. Gerade in Europa sei es wichtig, sich persönlich kennenzulernen, miteinander zu sprechen und die Lebenswirklichkeit des jeweils anderen Landes zu verstehen.
Denn Freundschaft zwischen Städten entsteht nicht allein durch offizielle Besuche und Partnerschaftsurkunden. Sie entsteht beim gemeinsamen Essen, beim Lachen, bei Gesprächen, bei Ausflügen – und manchmal auch ganz einfach bei einem langen Abend am Tisch.
Beeindruckende Landschaft und herzliche Gastgeber
Die Hermeskeiler Delegation zeigte sich begeistert von der Schönheit der Landschaft auf der Halbinsel Hel und von der Herzlichkeit der polnischen Gastgeber. „Wir sind hier wieder mit einer unglaublichen Gastfreundschaft empfangen worden. Man merkt einfach, dass aus einer offiziellen Städtepartnerschaft längst echte Freundschaften entstanden sind. Das ist etwas ganz Besonderes“, fasste Christoph König die Reise zusammen.
Und schon jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Jahr. Dann werden die Freunde aus Hel in Hermeskeil erwartet. „Wir freuen uns sehr darauf, unsere Freunde aus Hel im nächsten Jahr bei uns begrüßen zu dürfen. Dann sind wir an der Reihe, ihnen etwas von der Gastfreundschaft zurückzugeben, die wir in Hel erleben durften.“
Bis dahin bleiben viele schöne Erinnerungen an fünf gemeinsame Tage – und die Gewissheit, dass die Freundschaft zwischen Hermeskeil und Hel weiterlebt. Europa beginnt schließlich nicht nur in Brüssel – Europa beginnt dort, wo Menschen sich kennenlernen, Freundschaften schließen und füreinander Verständnis entwickeln.