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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 40/2026
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Auch Grimburg bekommt ein Baumkataster

Kurze Arbeitssitzung des Gemeinderats - dennoch zahlreiche Beschlüsse

Wie zuletzt Beuren ist auch die Gemeinde Grimburg zurzeit ohne Ortsbürgermeister. Seit dem Rücktritt von Armand Seil leitet der 1. Beigeordnete Tobias Schömer die Verwaltung. Das wird voraussichtlich auch so bleiben, denn bei der Neuwahl des Ortsbürgermeisters am 25. Oktober ist er ohne Konkurrenz. Durch die recht kurze Gemeinderatssitzung am vorigen Donnerstag – der öffentliche Teil war nach 30 Minuten vorbei - führte er unaufgeregt und sachlich. Das rege Mitdiskutieren von Zuhörern sollte er allerdings künftig unterbinden.

Grimburg hat als einzige Gemeinde in der VG noch kein Baumkataster. Man habe, so Schömer, von der Verwaltung einen Hinweis bekommen „mit der dringenden Empfehlung“, ein solches zu erstellen.

Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis, in dem gemeindeeigene Bäume verwaltet werden. Da der Eigentümer für die Verkehrssicherheit, zu der auch die Standsicherheit von Bäumen gehört, verantwortlich ist, sind Baumkataster notwendige Werkzeuge, um dieser Aufgabe nachkommen zu können. Denn wenn – z.B. infolge eines Sturms – Äste abbrechen oder gar ganze Bäume entwurzelt werden und dadurch Schäden an Personen oder Sachen entstehen, haftet der Eigentümer, also die Gemeinde.

Der Beigeordnete wies hier insbesondere auf die Gefahren an Spielplätzen und anderen öffentlichen Bereichen hin. Man hat ein Angebot von dem am Ort wohnenden Baumsachverständigen Michael Georgi eingeholt, der in dem Zusammenhang auch für die VG selbst und für die übrigen Orte tätig ist. Einstimmig erteilte der Gemeinderat ihm den Auftrag, das Baumkataster für Grimburg zu erstellen und die erforderliche jährliche Kontrolle durchzuführen.

Auch alle weiteren Beschlüsse fasste der Rat zügig und ohne Diskussion einstimmig. Dazu gehören die Anschaffung neuer Spielgeräte für die beiden Spielplätze Neustraße/Hauptstraße und Zur Sang/Zum Kim. Viele der vorhandenen Geräte mussten hier abgebaut werden, weil sie bei der letzten routinemäßigen Prüfung durchgefallen waren. Die Lieferzeit beträgt sechs Wochen, sodass die Geräte voraussichtlich Mitte November aufgebaut werden können.

Der etwa 16 Jahre alte gemeindeeigene Mulcher ist zwar – so Tobias Schömer – „an sich noch in gutem Zustand“, jedoch sind Leitungen und Hydraulikschläuche naturgemäß marode. Einem „Budget-Angebot“ einer Fachfirma über 7000 Euro stimmte der Rat zu; abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand.

Der ehrenamtliche Digitalbeauftragte der VG hat sich bereit erklärt, im Anschluss an die Mittwochstermine in Gusenburg auch in Grimburg Handykurse für Senioren durchzuführen. Das Thema habe man sich „auf die Fahne geschrieben“, so Beigeordneter Schömer. Der Gemeinderat beschloss, zunächst zwei bis drei Termine hierfür festzusetzen und die Resonanz abzuwarten.

Auf dem Grimburger Friedhof werden die Rasengräber knapp; es sind nur noch vier Plätze vorhanden. Dieser Punkt war zu Beginn der Sitzung neben einem weiteren noch in die Tagesordnung aufgenommen worden. Man sei in der Pflicht, hier Abhilfe zu schaffen, so Tobias Schömer. Den Bereich, der dafür in Frage kommt, zeigte er anhand von Fotos. Da die Gemeinde bereits ein Angebot von einem örtlichen Unternehmen für die Herstellung der Rasengräber eingeholt hat, tat man sich mit der Sache leicht und vergab einstimmig den Auftrag für 9785 Euro.

Zuletzt entschied man sich auch für die Wiederinbetriebnahme des Brunnens vor der Grimburger Kirche. Dass der schon seit längerem nicht mehr laufe, habe im Ort – so Schömer – für ein bisschen Aufregung gesorgt. Ursache für den Stillstand war ein defekter, etwa 20 Jahre alter Schieber an einer Zuleitung im Tal. Außerdem war eine Leitung verstopft. Auch der Brunnen selbst ist nach den Worten des Beigeordneten sanierungsbedürftig. Es sei lange nichts mehr an der Anlage gemacht worden. Es gebe Frostschäden, Fugen müssten teilweise erneuert und Flechten und Verunreinigungen beseitigt werden. Den Auftrag hierfür erhielt ein ortsansässiges Unternehmen für eine Angebotssumme von rund 2600 Euro. (WIL-)