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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 40/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Vorbereitet für den Ernstfall

Einsatz am Feuerwehrmuseum

Besprechung im Bereitstellungsraum Gusenburg

Landesübungstag in der Verbandsgemeinde Hermeskeil

Ein fiktives, landesweites Unwetter hat am vergangenen Samstag auch die Verbandsgemeinde Hermeskeil zum Schauplatz des zweiten landesweiten Übungstages für den Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz gemacht. Ziel dieses großflächigen Aktionstages war es, die Strukturen der lokalen Gefahrenabwehr zu beüben und die Einheiten in der Region auf mögliche Extremwetterlagen vorzubereiten.

Massiver Starkregen, heftige Sturmböen und starke Gewitter bildeten das zentrale Szenario, das am vergangenen Samstag im gesamten Bundesland geprobt wurde. Eine Kaltfront zog mit hoher Geschwindigkeit über das Saarland nach Rheinland-Pfalz und stellte auch die Einheiten in der Verbandsgemeinde Hermeskeil vor die Aufgabe, diese komplexe Unwetterlage zu bewältigen.

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen. Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hermeskeil, das Technische Hilfswerk (THW) Hermeskeil und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) arbeiteten Hand in Hand, um die vielfältigen Lagen professionell zu bewältigen.

Der Übungstag war von einer Vielzahl abwechslungsreicher und anspruchsvoller Szenarien geprägt. Den Auftakt bildete die Arbeit in der Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) Hermeskeil, wo im Laufe des Vormittags mehrere Einsätze als fiktive Planspiele eingespielt wurden, um die organisatorische Koordination innerhalb der Verbandsgemeinde und die Zusammenarbeit mit der technischen Einsatzleitung (TEL) des Landkreises zu üben.

Ein weiteres anspruchsvolles und dynamisches Übungsszenario spielte sich ab 14:00 Uhr am Feuerwehrerlebnismuseum in Hermeskeil ab. Dort löste nach einem simulierten Blitzeinschlag zunächst die Brandmeldeanlage aus, woraufhin der Löschzug der Feuerwehr Hermeskeil ausrückte. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften eine dramatische Schadenslage: Ein PKW war infolge der Unwetterbedingungen gegen ein Gebäude geprallt und in Brand geraten. Da Personen sowohl im brennenden Fahrzeug als auch im in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude betroffen waren, war schnelles und koordiniertes Handeln gefragt. Die Freiwillige Feuerwehr übernahm umgehend die Brandbekämpfung sowie die zeitkritische Personenrettung aus dem Wagen und dem Gebäude. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten und eine Einsturzgefahr des Gebäudes zu bannen, wurde das THW nachalarmiert, welches das beschädigte Gebäude fachgerecht mit seinem Einsatzgerüstsystem abstützte.

Im weiteren Verlauf des Tages wurde eine besonderer Einsatzschwerpunkt durch Starkregen und Sturmböen in der Gemeinde Gusenburg angenommen. Ein Kontingent aus mehreren Einsatzfahrzeugen und Personal der Feuerwehren sammelten sich auf dem Hof des THW Hermeskeil und bildeten mit den Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen und Elektroversorgung des THW einen gemeinsamen Marschverband. Nach einer theoretischen Einweisung in das Thema „Fahren im Verband“ setzte sich die Kolonne in Bewegung und verlegte zum Bereitstellungsraum am Sportplatz Gusenburg. Diese Übung diente dazu, das Verlegen einer großen Zahl von Einsatzkräften und Geräten in einen Einsatzraum auch unter schwierigen Verkehrsbedingungen zu koordinieren, da aufgrund des Sturms die Landesstraße und Wege zwischen Hermeskeil und Gusenburg zunächst nicht nutzbar waren. Zum Abschluss kehrte der Zug zum THW-Hof zurück, wo die Fahrzeuge an einer mobilen Tankstation durch Einsatzkräfte der Feuerwehr betankt wurden.

Auch das Seniorenheim in Reinsfeld war von der fiktiven Unwetterfront betroffen: Nach einem mutmaßlichen Blitzeinschlag löste dort ebenfalls die Brandmeldeanlage aus, was auf einen Zimmerbrand hindeutete. Die Kräfte der Feuerwehr Reinsfeld erkannten umgehend nach der Ankunft das Ausmaß des Brandes und der Rauchentwicklung im Gebäude. Neben der bereits laufenden Brandbekämpfung war daher auch schnelles Handeln bei der Räumung und Betreuung der Pflegepatienten gefordert. Hierzu wurde die Feuerwehrführungsunterstützung (FFU) der Verbandsgemeinde Hermeskeil sowie das DRK alarmiert. Gemeinsam mit dem Pflegepersonal des Altenheims konnten die Einsatzkräften von DRK und Feuerwehr zügig und sicher alle Bewohner zu dem Sammelplatz außerhalb des Gebäudes bringen und dort bis zum Abschluss der Übung betreuen.

An allen diesen unterschiedlichen Stationen zeigte sich, wie wichtig und wertvoll das Zusammenwirken der gesamten Blaulichtfamilie ist. Gerade die starke und weiter wachsende Vernetzung und Kooperation zwischen den Feuerwehren der VG Hermeskeil und dem THW ist ein starkes Signal. Die reibungslose Zusammenarbeit aller Organisationen verdeutlichte, dass die Verbandsgemeinde Hermeskeil für Großeinsätze und extreme Wetterlagen bestens aufgestellt ist.