Daniel Bredel (rechts zusammen mit Frau Sabine) wurde am vergangenen Freitag von Bürgermeister Stefan Ding aus dem Dienst als Wehrleiter verabschiedet. Sein Nachfolger ist Christopher Fuchs (links).
Christopher Fuchs wurde zum Wehrleiter berufen. Die Wahl hat bereits vor einigen Monaten stattgefunden.
„Ein Amt endet – die Kameradschaft bleibt“: Unter diesem Leitgedanken stand am Freitag die Feierstunde zum Wechsel an der Spitze der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Im FeuerwehrErlebnisMuseum wurde Daniel Bredel nach zehn Jahren als Wehrleiter verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein bisheriger Stellvertreter Christopher Fuchs offiziell in das Amt eingeführt und vereidigt.
Zahlreiche Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde und dem Landkreis Trier-Saarburg sowie Vertreter der Blaulichtfamilie, unter anderem von THW und DRK, waren gekommen. Auch Weggefährten, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Freunde und Familie begleiteten den Amtswechsel.
32 Jahre im Ehrenamt
Für Daniel Bredel bedeutete der Abend den Abschluss einer außergewöhnlichen Feuerwehrlaufbahn. 1991 trat er mit 15 Jahren in die Jugendfeuerwehr ein. Es folgten die Funktionen als stellvertretender Jugendwart und Jugendwart, Feuerwehrgerätewart, Wehrführer der Feuerwehr Hermeskeil und schließlich ab 2016 der Wehrleiter der Verbandsgemeinde.
„Wer nun mitgerechnet hat, kommt auf ziemlich genau 32 Jahre Verantwortung im Ehrenamt“, blickte Bredel zurück. Eine Verantwortung, die mit den Jahren immer größer wurde: mehr Termine, mehr Sitzungen, mehr Einsätze und mehr Entscheidungen – zusätzlich zu Beruf und Familie. Denn das Amt des Wehrleiters der Verbandsgemeinde ist ein Ehrenamt.
Bürgermeister Stefan Ding würdigte deshalb ausdrücklich die Verlässlichkeit dieses Engagements. Hinter einem solchen Ehrenamt stünden nicht nur die Menschen, die das Amt ausüben, sondern auch ihre Familien. Stunden, die zu Hause fehlen, Termine, die verschoben werden müssen, und Einsätze, die jederzeit dazwischenkommen können, müssten auch von den Angehörigen mitgetragen werden. Sein Dank galt deshalb ausdrücklich auch Bredels Ehefrau Sabine.
Bredel selbst machte deutlich, wie sehr seine Familie seinen Weg mitgetragen habe. Nach zehn Jahren als Wehrleiter sei für ihn nun der richtige Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung weiterzugeben. Mit 50 Jahren gehöre die Aufgabe „in neue innovative und insbesondere jüngere, leistungsfähigere Hände“.
Viele Spuren hinterlassen
In seiner Amtszeit habe er viel gestalten und erleben dürfen. Dazu gehörten unter anderem die Gründung der ersten Bambini-Feuerwehr im Landkreis gemeinsam mit seiner Frau, die Betreuung der mobilen Atemschutzübungsstrecke, die Entwicklung neuer Ideen und Ausbildungsmöglichkeiten sowie zahlreiche größere Übungen und Veranstaltungen.
Aber auch schwierige Situationen gehörten zu den vergangenen Jahrzehnten. Überschwemmungen, schwere Unfälle, die Corona-Pandemie, Starkregenereignisse und große Brandeinsätze forderten die Feuerwehren. Gerade in solchen Momenten habe sich gezeigt, wie wichtig Menschlichkeit und gelebte Kameradschaft seien.
Seinem Nachfolger Christopher Fuchs dankte Bredel für die gemeinsame Zeit und wünschte ihm für die neue Aufgabe ein glückliches Händchen. Fuchs wiederum betonte, Bredel habe Verantwortung nie halbherzig übernommen. Aus einem „Das sollten wir mal machen“ sei bei ihm schnell ein „Das machen wir jetzt“ geworden. Eine Feuerwehr funktioniere nur gemeinsam, so Fuchs. Für die gute Übergabe und Einarbeitung sprach er seinem Vorgänger besonderen Dank aus.
Zwei Auszeichnungen zum Abschied
Für seine langjährige Arbeit wurde Daniel Bredel an diesem Abend gleich mehrfach gewürdigt. Er erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande in Silber. Zudem wurde sein jahrzehntelanges Engagement in der Nachwuchsarbeit mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet.
Weitere Dankesworte kamen aus den Reihen der Wehrführer und Jugendwarte, des Fachbeirats Feuerwehr sowie der Kreisjugendfeuerwehr. Kreisfeuerwehrinspekteur Thorsten Petry würdigte Bredel als verlässlichen Weggefährten mit klaren Positionen und viel Humor.
Wechsel vollzogen
Mit der Vereidigung von Christopher Fuchs ist der Wechsel nun vollzogen. Auf ihn wartet eine anspruchsvolle Aufgabe: Als Wehrleiter ist er Bindeglied zwischen Feuerwehr, Verwaltung und Politik und trägt Verantwortung für die gesamte Feuerwehr der Verbandsgemeinde.
Für Daniel Bredel beginnt dagegen ein neuer Abschnitt – mit mehr Zeit für Familie, Wohnmobil und seine Weihnachtsbaumkulturen. Ganz verabschiedet ist er von der Feuerwehr allerdings nicht: In der Führungsunterstützung bleibt er weiterhin aktiv. (LeWe)