Die Kindertagesstätte "St. Remigius" in Reinsfeld wird erweitert. Die Gemeinde erhält zu den Baukosten einen Landeszuschuss von 375000 Euro. Durch die Erweiterung werden 40 neue Betreuungsplätze geschaffen.
Die in den Überschriften genannten zwei Themen waren die wichtigen Beratungspunkte in der Sitzung des Gemeinderates Reinsfeld, zu der Ortsbürgermeister Guido Friske die Damen und Herren des Rates am Dienstag vergangener Woche eingeladen hatte. Von der Firma EnBw und vom Planungsbüro BGHPlan konnte er zudem zwei Vertreter begrüßen. Trotz der umfangreichen Tagesordnung und den intensiven Beratungen war die Sitzung nach zwei Stunden beendet, allerdings war der öffentlichen Sitzung bereits eine nichtöffentliche Sitzung vorausgegangen.
Zu Beginn erläuterte der Vertreter des WKA-Investors EnBw den derzeitigen Planungs- und Ausführungsstand der sieben im Bau befindlichen Windkraftanlagen auf der Gemarkung Reinsfeld. Es handelt sich um Anlagen der Firma Enercon, die Gesamthöhe beträgt 247 m, der Rotordurchmesser 160 m, die Leistung ist mit 5,50 MW angegeben. Die Rodungen sind erledigt, Wegebau und Kabelbau sind weitestgehend erfolgt. Das Umspannwerk ist im Bau, die Fundamente der einzelnen Windräder ebenfalls. Die Betontürme werden in der Zeit vom Oktober 2026 bis Januar 2027 errichtet, die Großkomponenten (Stahltürme, Generatoren, Windflügel) werden im Zeitraum April bis Mai 2027 angeliefert, anschließend erfolgt die Endmontage. Die Fertigstellung ist für September 2027 geplant.
Im Anschluss erfolgten die Informationen des Ortsbürgermeisters. Der Straßenausbau im Neubaugebiet Flachsheide 2 wird auf März 2027 verschoben. Eine Party im Jugendclub wurde wegen zu erwartender Gewaltexzesse abgesagt. Die Gemeindebeteiligung an den Kosten der Kitas für das Jahr 2023 beträgt insgesamt 192.700 Euro, weitere Jahre mit Forderungen werden folgen, so Guido Friske. In der Kulturhalle musste der Brandschutz nachgerüstet werden. Der Bebauungsplan Burmah-Park hat noch Klärungsbedarf, das Konzept wird nach einer Einwohnerversammlung angepasst.
Die Gemeinde wird einen jungen Mann mit geistiger Beeinträchtigung für drei Monate im Bauhof beschäftigen, es ist ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis geplant. Die Tür des alten Hochbehälters wurde aus Sicherheitsgründen zugemauert, der Bauhof hat einen neuen Anhänger erhalten. Im Zusammenhang mit der geplanten PV-Anlage „Im neuen Flur zum Höfchen“ trug Frau Sandra Folz die Einwände der Träger öffentlicher Belange vor. Der Gemeinderat stimmte en bloc über die Einwände ab, im nächsten Schritt ist eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen.
Auf dem Reinsfelder Friedhof soll die Leichenhalle saniert werden. Der Einbau von Glaselementen zum Verschließen des Verabschiedungsbereiches wird nicht durchgeführt, stattdessen wird ein neuer Bodenbelag aufgebracht. Der ursprüngliche Ratsbeschluss vom 11. 8. wird aufgehoben, stattdessen stimmt der Rat einer Sanierung mit einem Kostenaufwand von 331.400 Euro zu, die jetzige Dachform wird beibehalten, allerdings wird das Dach neu eingedeckt.
Die Straßensanierung im Bereich „Siedlung“ wird verschoben, weil die Landesregierung derzeit daran arbeitet, den wiederkehrenden Beitrag abzuschaffen, erst wenn Klarheit darüber besteht, soll die Sanierung in Angriff genommen werden. Am Musikpavillon werden neue Türen und Fenster eingebaut, Kostenpunkt 13.600 Euro.
Schon seit längerem steht fest, dass die Kita Reinsfeld erweitert wird. Die ersten Ausschreibungen sind erfolgt. Bei den Rohbauarbeiten liegen noch keine Angebote vor, der Ortsbürgermeister wird mit einem Vorratsbeschluss vom Rat ermächtigt, den Auftrag für diese Arbeiten an den günstigsten Anbieter zu vergeben. Die Heizungs- und Sanitärarbeiten werden für 407.000 Euro an eine Firma aus dem Saarland vergeben, die Elektroarbeiten zu einem Preis von 291.500 Euro an eine Firma aus Bekond.
Bei dem Gewerbe- und Industriepark „GIP Hochwald“ herrscht derzeit Stillstand, weil es hinsichtlich der Grabungen durch die GDKE noch keine Ergebnisse gibt, und ohne Ergebnisse keinen Beschluss. Bei den Baumfällungen im Kirchenpark gab es Einwände eines Bürgers im Internet, der Versuch einer Anzeige gegen den Ortsbürgermeister hatte allerdings keinen Erfolg. bb