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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 41/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Erhebliche Verkehrsbehinderungen bei Abtei

Vorbereitungen für Windparkerweiterung Rascheid an der Römerstraße

Letzte und diese Woche gab es zeitweise erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der Bundesstraße 327 in Höhe des Gewerbegebiets an der Römerstraße beim Hermeskeiler Stadtteil Abtei.

In Höhe des Kreisels wurden Erdarbeiten durchgeführt, deren Grund nicht auf den ersten Blick erkennbar war. Der Verkehr wurde durch eine Ampel geregelt, was am Kreisel selbst und bei der Zu- und Abfahrt zu Kaufland und Globus sowie den weiteren Betrieben teils zu starken Behinderungen führte. Zeitweise bildeten sich lange Schlangen vor roten Ampeln und wer gewohnheitsmäßig die normale (d.h. nicht die hintere) Ausfahrt vom Parkplatz an Kaufland und Globus nahm, musste Geduld und starke Nerven beweisen: Als Linksabbieger war er zwangsläufig immer der letzte, der fahren durfte.

Darüber hinaus entstand an der Einmündung der B 327 in die B 407 unweit der Flugausstellung eine geschotterte Rampe. Umfangreiche Bauarbeiten gab es ebenso an der Einmündung der K 97 aus Richtung Geisfeld und Rascheid.

Auf RuH-Anfrage teilte die Verwaltung mit, dass es sich hier laut Auskunft der Windkraftfirma Jade um „Zuwegungsarbeiten“ im Zusammenhang mit der Erweiterung des Windparks Rascheid handelt. Im Zuge der Erweiterung dieses Windparks sollen insgesamt drei neue Windenergieanlagen (WEA) errichtet werden. Davon sind zwei Anlagen auf der Gemarkung Rascheid und eine Anlage auf der Gemarkung Hermeskeil vorgesehen. Angeblich sollen die Arbeiten in dieser Woche abgeschlossen werden.

Anmerkung: Lesen Sie in unserer aktuellen RuH-Ausgabe auch einen „Standpunkt“ des Redaktionskollegen Bernd Backes zu diesem Thema („Betongiganten ragen in den Himmel“). Wie dort ausgeführt, ist es mit der Errichtung des jeweiligen Windrads allein ja nicht getan. Es müssen vielmehr oft umfangreiche Vorarbeiten wie Wegeverbreiterungen getroffen werden, damit die Spezialtransporter mit den riesigen Bauteilen die Kurve kriegen. Wenn davon Wald- und Wirtschaftswege betroffen sind, merkt das kaum jemand. Aber wenn sie wie hier an einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen im Hochwald (den Kreisel an der Römerstraße passieren täglich mehrere tausend Fahrzeuge!) und noch dazu über einen längeren Zeitraum stattfinden, dann ist das für die Bürger durchaus eine Zumutung! Sowas sollte man schon im Rahmen der Standortplanung für WEA berücksichtigen: Standorte, die nur durch massive Eingriffe in übergeordnete und zudem stark befahrene Verkehrswege wie Bundesstraßen erreicht werden können, sollten von vorneherein tabu sein! (WIL-)