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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 42/2018
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RuH am Spielfeldrand: Ein Spitzenreiter in Hochform

Szene aus dem Spiel Reinsfeld gegen Züsch (6:1)

TuS Reinsfeld deklassiert den FC Züsch mit 6:1

Der TuS Reinsfeld marschiert unaufhörlich in Richtung Meisterschaft. Vor allem die Art und Weise wie die Elf von Trainer Edwin Michels ihre Spiele gewinnt begeistert die Zuschauer und nötigt auch dem Gegner Respekt ab. Das Team des FC Züsch hatte nicht den Hauch einer Chance und konnte dem Angriffswirbel des Tabellenführers nichts entgegensetzen. Der Sieg der Gastgeber geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.

Schon in den Anfangsminuten war jedem der etwa 250 Zuschauer auf dem Reinsfelder Sportplatzgelände klar, dass die Gastgeber sehr früh zeigen wollten, wer „Herr im Hause“ ist. Dabei waren die personellen Voraussetzungen für den TuS Reinsfeld nicht gerade die besten, denn die beiden erfolgreichsten Goalgetter, Nils Hemmes und Benedikt Decker, waren nicht an Bord, außerdem fehlte Innenverteidiger Bastian Stüber. Die Mannschaft von Edwin Michels ließ von der ersten Minute an mit einer traumhaften Sicherheit den Ball zirkulieren, spielte außerdem ein agressives Vorpressing, sodass sich dem Team des FC Züsch selten Möglichkeiten boten Entlastungsangriffe zu starten. Allerdings wurde das Team von Spielertrainer Dirk Becker schon sehr früh geschwächt, denn Spielmacher Michael Urhahn musste schon in der 5. Minute nach einem Zusammenprall mit einem Reinsfelder Spieler mit einer schweren Handverletzung das Feld verlassen. Damit waren die Gäste natürlich ihrer stärksten Kreativkraft beraubt. Darüber hinaus gab die frühe Führung der Gastgeber schon in der 8. Minute ihrem Spiel sehr viel Sicherheit.

Der Züscher Innenverteidiger Jan Schmitt leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen Fehlpass, der von Thomas Eibel abgefangen wurde, dessen Pass erreichte Niko Schmidt, der mit einer eleganten Körpertäuschung seinen Gegenspieler aussteigen und dem Züscher Torhüter Dirk Becker mit einem satten Schuss keine Chance ließ. Danach wurden die Angriffe meist über die linke Seite eingeleitet, vor allem beindruckte das Direktspiel zwischen Thomas Eibel und Niko Schmidt. In der 20. Minute bediente der lauf- und kampfstarke Fabrice Schirra Moritz Michels, der durch einen platzierten Flachschuss zum 2:0 verwandeln konnte. Dafür bedankte sich Michels in der 39. Minute, setzte Fabrice Schirra in Szene, der dann zum vorentscheidenden 3:0 einnetzte. Als dann dem Züscher Torjäger Philipp Stüber auf Vorlage von Björn Haack der Anschlusstreffer zum 3:1 (40.) gelang, kam bei dem Züscher Anhang etwas Hoffnung auf, aber die Gastgeber zeigten sich davon wenig beeindruckt und nach einem herrlichen Dribbling von Thomas Eibel und einem gescheiten Pass von der Grundlinie aus hatte Niko Schmidt keine Mühe, in der 45. Minute zum Halbzeitstand von 4:1 einzuschieben. Vor allem die rechte Abwehrseite der Gäste zeigte sich bei dem Reinsfelder Hochgeschwindigkeitsfussball häufig überfordert.

Nach der Halbzeitpause änderte sich zunächst sehr wenig. Reinsfeld agierte weiterhin sehr dynamisch im Vorwärtsgang, Züsch versuchte sich tapfer dem Angriffswirbel zu widersetzen. Eine präzise Flanke von Moritz Michels verwandelte dann Andreas Eiden in der 54. Minute zum 5:1. Danach schaltete der Spitzenreiter einen Gang zurück, ohne die Dominanz aufzugeben. Dem Züscher Team muss man bescheinigen, dass man jetzt die Zweikämpfe etwas konsequenter annahm und auch einige Torchancen kreierte. So konnte der überwiegend beschäftigungslose Reinsfelder Torhüter Marvin Heck einen Schuss von Björn Haack in der 65. Minute bravourös abwehren. Den Schlusspunkt setzte aber der TuS Reinsfeld und nach einem Eckball in der 89. Minute, ausgeführt von Philipp Nalbach, war Felix Michels zur Stelle und verwandelte per Kopf zum Endstand von 6:1.

Das Resümee zu diesem Spiel: Der Spitzenreiter war dem Lokalkontrahenten in allen Belangen überlegen, ließ in hohem Tempo den Ball zirkulieren, hatte die besseren Einzelspieler in seinen Reihen und gewann auch in dieser Höhe vollkommen verdient. In einer Mannschaft, die auch im Kollektiv überzeugte, konnte Fabrice Schirra die meisten Akzente setzen, der sich häufig als Vorlagengeber betätigte, der aber auch selbst mit Torabschlüssen nicht geizte. (Kö)