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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 43/2018
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Gesehen, verliebt und allen Widrigkeiten zum Trotz verheiratet

Hildegard und Hans zusammen mit Kindern, Enkeln und dem Urenkelchen

Jubelpaar Ostermann feiert Goldene Hochzeit

Ihre Eltern waren sogar bis zum Tage der Hochzeit noch dagegen, aber sie waren sich sicher – und die Zeit hat ihnen Recht gegeben: Hans und Hildegard feierten am vergangenen Jahr ihren 50. Hochzeitstag. Die ganze Familie war vor Ort und als Gratulanten kamen obendrein noch Theo Palm als Vertreter der Verbandsgemeinde und Willi Auler als Gesandter der Stadt Hermeskeil vorbei.

Die Beiden sind in Hermeskeil sicher keine Unbekannten - er war bei den Luftschnappern immer einer an vorderster Front und sie kennen die meisten wohl noch als Bedienung beim „Franky“. Beide hätten sich sicherlich nicht träumen lassen, dass sie im Treiben der Pölerter Kirmes des Jahres 1964 ihre große Liebe treffen werden. Damals hatte man sich „beim Petry“ in der Kneipe gesehen und sich schließlich Hals über Kopf verliebt. Die Eltern waren damals gegen die Verbindung, sodass ihre Zusammenkünfte immer nur im Geheimen stattfinden konnten. Dabei haben sie sich selbst dann nicht kleinkriegen lassen, als ihre Eltern ihr den Bruder als Aufpasser zur Seite stellten. Dieser konnte damals aber noch mit fünf Mark „Schweigegeld“ zufriedengestellt werden, sodass ihren „Stelldicheins“ nichts mehr im Wege stand. Hildegards Godi stand ihrerzeit immer hinter dem Glück der jungen Liebenden, sodass die Verlobung im April 1968 auch in ihrem Wohnzimmer erfolgte. Knapp ein halbes Jahr stand dann am 18. Oktober die standesamtliche Trauung an. Selbst da wurde Hildegard von ihrem Vater nochmals gefragt, ob sie sich wirklich sicher sei. Und sie war es! In den kommenden zehn Jahren kamen dann die Kinder zur Welt. Ein besonderer Meilenstein seien allerdings die Feierlichkeiten anlässlich der Silbernen Hochzeit gewesen. Diese habe man im Kreise von Familie und Freunden zuhause gefeiert – dabei seien die Gäste noch bis in die frühen Morgenstunden geblieben und hätten vor dem Aufbruch des Paares nach Hamburg noch im Chorgesang eine herzerwärmende Version des bekannten Klassikers „Junge komm bald wieder“ zum Besten gegeben.

Außergewöhnlich schön seien auch die aktiven Jahre im Kreise der Luftschnapper gewesen. Hier haben sie Seit an Seit bei zahlreichen Gelegenheiten Jung und Alt bewirtschaftet und sich als eingeschworenes Team behauptet. Unvergessen sind in diesem Rahmen auch die schönen Wiesen- und Wenzel-Feste, als man mit Kind und Kegel für drei Tage zum Campen an der Pfadfinderhütte oder dem Vogelverein aufbrach.

Das Paar freut sich mit seinen vier Kindern, sechs Enkelkindern und einem Urenkel noch auf viele gemeinsame Jahre in Gesundheit. Die Redaktion von Rund um Hermeskeil wünscht ihnen für die Zukunft noch alles Gute! (LeWe)