Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 47/2019
1 - Titelseite
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

Aus „Stadtfest“ soll wieder „Stadtwoche“ werden

Vorbereitungen für das Stadtjubiläum 2020 laufen

Zur ersten Sitzung des Ausschusses für gesellschaftliches Leben (Gesellschaftsausschuss) hatte Stadtbürgermeisterin Lena Weber am Dienstag vergangener Woche in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Neben den Ausschussmitgliedern (in der Mehrzahl Frauen) konnte sie auch einige Gäste begrüßen. Auf der Agenda standen u. a. das Stadtfest und das Stadtjubiläum 2020.

Zu Beginn der Sitzung teilte Lena Weber mit, dass der Weihnachtsmarkt „Lichterglanz im Park“ auch in diesem Jahr im Stadtpark stattfinden wird. Wegen der großen jährlichen Schäden am Rasen des Parks werde man sich aber für die Zukunft ein neues Konzept bzw. einen neuen Standort aussuchen. Im Anschluss verpflichtete sie die Ausschussmitglieder und wies sie auf ihre Rechte und Pflichten hin. Martin Strube, Jugendpfleger und Leiter des Jugendzentrums der Stadt, stellte dann seinen Tätigkeitsbericht vor. Ein wichtiges Ereignis in 2019 sei der Umzug in die neuen Räume in der Saarstraße gewesen. Dort gäbe es noch einiges zu tun, er sei aber zuversichtlich, das in 2020 zu stemmen, so Strube. Das Jugendzentrum soll auch einen neuen Namen erhalten, man will weg von „Htown“, angedacht sei „JuHuU“(Jugendzentrum Hermeskeil und Umgebung). Einstimmig beschloss der Ausschuss, diesem Namen zuzustimmen. Die Leiterin der Stadtbücherei, Marion Adams stellte ebenfalls ihren Jahresbericht vor. Zurzeit verfüge man über 7.500 Medien, bis dato habe es 18.000 Ausleihen gegeben und sie habe 6.225 Besucher gezählt. In 2019 seien 47 Veranstaltungen mit rd. 1.300 Besuchern durchgeführt worden. In 2020 wird die Stadtbücherei, so Adams, 40 Jahre alt, dieses Jubiläum soll mit einem Ganzjahresprojekt gefeiert werden.

Simone Frank-Kohl, seit Mai Leiterin der KiTa „Villa Kunterbunt“ stellte sich dem Ausschuss vor und schilderte die derzeitige Situation hinsichtlich des Platzangebotes in ihrer Einrichtung. Im Moment besuchen 78 Kinder aus Hermeskeil und Damflos die KiTa, es gäbe aber einige Anmeldungen, sodass sich die Platzsituation in 2020 verschärfen wird. Über die KiTas der Stadt, Rosa Flesch, Adolf Kolping und Villa Kunterbunt, müsse, so Lena Weber, in Kürze beraten werden, auch was einen evtl. Neubau anbelangt. Das Netzwerk HAFEN arbeitet, so die Leiterin Karen Alt, eng mit den KiTas zusammen. In einer Präsentation machte sie das deutlich.

Stadtfest

Für das Stadtfest 2019 sind, so die Stadtchefin, an Spenden und Standgeldern rd. 62.000 Euro eingegangen, die Sachkosten beliefen sich auf 72.000 Euro, der eigentliche Aufwand unter dem Strich beträgt rd. 48.000 Euro. In 2020 feiert die Stadt die 50jährige Stadtwerdung, die Stadtwoche soll daher besonders gefeiert werden, die Vorbereitungen durch den Beirat sind im vollen Gange. Christoph König, 2. Beigeordneter der Stadt und Offizier der Bundeswehr bei der LL-Brigade, teilte mit, dass der kommandierende General der LL-Brigade (Saarlandbrigade) sich bereit erklärt habe, in der Stadtwoche wieder einen Tag der Garnision durchzuführen, bis zur Schließung der Hochwaldkaserne war dieser Tag (Donnerstag) fester Bestandteil der Stadtwoche. Das Reservisten-Musikkorps aus Trier wird die musikalische Umrahmung übernehmen, so der 1. Beigeordnete Rene´ Treitz.

Aus „Stadtfest“ soll wieder „Stadtwoche“ werden, so die einstimmige Empfehlung des Ausschusses an den Stadtrat. Der Name „Stadtwoche“ habe sich, so Judith Justinger, seit 1970 als Marke fest etabliert. „Stadtfest“ habe man vor zwei Jahren gewählt, weil man angedacht hatte, das Volksfest auf ein verlängertes Wochenende zu verkürzen. Davon sei man weg, es soll weiterhin insgesamt 9 Tage dauern. Auch habe sich „Stadtfest“ nie in den Köpfen der Menschen festgesetzt, es war und ist die „Stadtwoche“, so die Meinung im Ausschuss.

Stadtjubiläum 2020

1970, vor 50 Jahren also, bekam Hermeskeil die Stadtrechte verliehen, das Jubiläum soll entsprechend gefeiert werden. Angedacht ist, so Lena Weber, am Freitag vor der Stadtwoche eine Stadtgala mit würdigem Rahmen im der Hochwaldhalle. Auch das Mülltonnenrennen wird am 22. August wieder über die Bühne gehen, am 13. September gibt es einen Innenstadtring-Marathon (Ring of Feier), veranstaltet vom TVH. Der Kulturgeschichtliche Verein Hochwald bringt ein Stadtbuch heraus, das man käuflich erwerben kann. Die Gesamtkosten des Jubiläums, so Lena Weber, könne man noch nicht abschätzen, nach Meinung von Roland Eiden werden diese mindestens 80.000 Euro betragen. Über die Finanzierung im Haushalt 2020 sollen Gespräche im Stadtrat und mit der Kreisverwaltung geführt werden.

Kultur(er)Leben

Hier ist offensichtlich Sand im Getriebe. Der frühere 1. Beigeordnete und Organisator der Veranstaltungen, Willi Auler, monierte, dass es in 2019 so gar nicht rund laufe. Es habe keinen Flyer und keine hinweisende Werbung gegeben. Die Bürger seien daher nicht informiert und entsprechend gering sei der Besuch der angebotenen Events. Lena Weber wies darauf hin, dass es durch die Kommunalwahl und den Wechsel an der Stadtspitze Probleme gegeben habe, das Konzept von „Kultur(er)Leben müsse umgestellt werden, auch um Kosten zu sparen.

Barrierefreiheit

Die Barrierefreiheit für Rollstuhl- und Rollatorfahrer/innen in der Innenstadt lasse zu wünschen übrig, so Lena Weber, hier sei dringend Abhilfe geboten. Die derzeitige Situation, so Rene´ Treitz, müsse erfasst werden, um an der einen oder anderen Stelle Abhilfe zu schaffen. bb