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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 47/2019
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Politik im Gespräch

v.li.n.re Der Schulleiter der BBS Michael Lammes am Podiumstisch mit den Landtagsabgeordneten Lothar Rommelfanger (SPD), Bernhard Henter (CDU) und Michael Frisch (AfD)

Abgeordnete des Landtags diskutieren mit Oberstufenschülern

Der 2003 in Rheinland-Pfalz eingeführte Schulbesuchstag des Landtags ist inzwischen eine wichtige Institution im Rahmen der politischen Bildung von Schülerinnen und Schülern geworden. Traditionell finden die Besuchstermine um den „schicksalhaften 9. November“ statt.

Von der Möglichkeit, Abgeordnete einzuladen, machten das Gymnasium Hermeskeil und die Berufsbildende Geschwister-Scholl-Schule Gebrauch. Erstmals wurde der Schulbesuchstag als Kooperation der benachbarten Schulen durchgeführt, was das gute Verhältnis der beiden Nachbarschulen unterstreicht. Für die gemeinsame Planung und Organisation zeichneten sich Markus Lammes – Standortleiter der BBS in Hermeskeil – und Sven Tomaschewski, vom Gymnasium verantwortlich. Die Idee dahinter war es, alle Abgeordneten „in einem Raum“ mit den betreffenden Schülern beider Schulen zusammen zu bringen, um auf diese Weise nicht nur eine Diskussion zwischen Politikern und Jugendlichen zu initiieren, sondern auch die Abgeordneten untereinander zu einer „Parlamentsdebatte im Kleinen“ zu bewegen. Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Fraktionen wurden angesprochen, der Einladung folgten letztlich Lothar Rommelfanger (SPD), Bernhard Henter (CDU) und Michael Frisch (AfD).

Nachdem zu Anfang – fast erwartungsgemäß – das Interesse in Form von kritischen Fragen auf den AfD-Abgeordneten konzentriert wurde, „öffnete“ sich die Diskussion und auch die Vertreter von SPD und CDU konnten ihre Standpunkte verdeutlichen. Dabei wurden ganz unterschiedliche Themen angesprochen, die sowohl bundespolitischer als auch landes- und kommunalpolitischer Natur waren. Die Schüler scheuten sich nicht, in manchen Fällen auch kritisch oder ergänzend nachzufragen und so hatten auch die Landtagsabgeordneten die Gelegenheit, ihre Positionen ausführlich darzulegen. Dabei wurden die erheblichen Unterschiede zwischen den Parteien deutlich. Die Schülerinnen und Schüler konnten einen umfassenden Einblick in Themen wie Klimawandel, Steuer- und Rentenpolitik gewinnen und auch regionale Fragen wie die digitale Infrastruktur oder der Öffentliche Personennahverkehr auf dem Land wurden intensiv und kontrovers diskutiert. Da gerade lokale Themen für die unmittelbare Lebenswirklichkeit der Jugend große Bedeutung haben und entscheidend für die Zukunft der ländlichen Regionen sind, wurde das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern besonders geweckt.

Damit erreichte man erfreulicherweise exakt das Ziel der Veranstaltung, und Abgeordnete, Lehrer und vor allem Schüler zeigten sich zufrieden. Ebenso einig waren sich alle Beteiligten darin, dass eine solche gemeinsame Veranstaltung der beiden Schulen unbedingt wiederholt werden sollte.