Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 47/2019
1 - Titelseite
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Der Karneval hat uns wieder

Anna I. und Frederik I. führen Hermeskeil durch die karnevalistische Session

Im Mehrgenerationenhaus wurde vergangenen Samstag das neue Hermeskeiler Prinzenpaar dem närrischen Volk vorgestellt. Die Stadt Hermeskeil wird für die kommende Session karnevalistisch von Anna I. und Frederik I. regiert während die Kinder von Zoe I. und Jannik II. repräsentiert werden. Vor und nach der Verkündung der Auswahl der närrischen Tollitäten wurde die Proklamation gelungen durch Show, Tanz und Musik umrahmt.

Am vergangenen Samstag pünktlich um 20.11 Uhr fiel im Mehrgenerationenhaus der Startschuss in die närrische Session des Hermeskeiler Karnevals. Wie in den Jahren zuvor, war die Auswahl des Prinzenpaares durch die Schattenmänner das wohl bestgehütete Geheimnis in der Region. Der Karnevalsverein Ruck-Zuck wollte auch in diesem Jahr die Traditionen des Karnevals unterstreichen und das ist mit dieser rundum gelungenen Prinzenproklamation als erster Aufschlag vollends gelungen.

Zunächst mussten das Prinzenpaar des Vorjahres Daniel III. und Christina I, sowie die Kinderprinzenpaare Jannik und Emma ihren Abschied nehmen. Daniel und Christina haben die vergangene Session genossen, aber aufgeregt seien sie noch heute, bemerkte Daniel. Die Erinnerungen daran sind noch sehr präsent, so formulierte Christina über den Faschingsumzug den Reim: „Petrus schickte uns den Segen mit starkem Regen“.

Die Spannung um die Lüftung des Geheimnisses, wer denn nun Prinzenpaar wird, war im Saal deutlich spürbar. Die Zeit bis dahin wurde von den Organisatoren des Ruck-Zuck durch ein musikalisches Feuerwerk und Tänzen der diversen Ruck-Zuck-Tanzgarden exzellent überbrückt. Songs wie „Skandal um Rosi“ oder der Faschings-Hit „Colonia“ vorgetragen von Burkhard Gouverneur heizte zudem die Stimmung an. Dann hatte das neue Kinderprinzenpaar seinen Auftritt. Forsch behauptete Zoe I. aus dem Hause Ränsch: „Zu Hause bin ich der Boss“ und Jannik aus dem Hause Klein verweist auf viele geschossene Tore im Jugendhandball-Team des TV Hermeskeil. Zu Ehren des Kinderprinzenpaares tanzte dann die Junioren-Garde des Ruck-Zuck. Überhaupt ist Nachwuchsarbeit im KV Ruck-Zuck ein Schwerpunkt, davon konnten sich die Zuschauer beim sehr sportlichen Auftritt von Lucy Huber als Funkenmariechen überzeugen, genauso wie beim von jungen Mitgliedern des Ruck-Zuck aufgeführten Aschenputtel-Scetches. Bis zur mit Spannung erwarteten Proklamation des Prinzenpaares konnten sich die zahlreichen Zuschauer über die ausdrucksvolle Soul-Stimme der Lead-Sängerin Caro Hermes der Gruppe California Dreams begeistern. Zahlreiche Welthits wie „Can’t take my eyes off“ von Gloria Gaynor oder „Billi Jean“ von Michael Jackson wurden abgelöst von inländischen Erfolgssongs wie „Atemlos“ oder „Amsterdam“.

Dann war es endlich so weit: Unter dem Geleit des Elferrates, den Tollitäten der Vorjahres-Session und aller Tanzgarden zog das neue Prinzenpaar unter großem Jubel der Zuschauer in den Saal ein. Es ist Frederik I. aus dem Hause Trösch vom gleichnamigen Hermeskeiler Bestattungsunternehmen und Prinzessin Anna I. aus dem Hause Düpre. Gefunkt hat es zwischen den beiden während dem Hermeskeiler Stadtfest 2016. Der Prinz verriet, dass einige Biere herhalten mussten, damit sich bei ihm kommunikativ die Zunge gelöst habe. Für Anna wiederum, die Bankkauffrau aus Malborn, passte der gut gebaute Hermeskeiler in ihr Beuteschema. Beide sind sportlich unterwegs. Während Annas Leidenschaft dem Reitsport gehört, hat sich der Prinz schon jahrelang dem Fußball verschrieben. Im Moment spielt Frederik bei der SG Beuren/Bescheid in der ersten Mannschaft. Die Schattenmänner hätten ihn schon öfters ins Visier genommen. Jetzt sei die Zeit gekommen, denn immerhin sei er jetzt 30 und etwas reifer geworden. Einen Rat musste die Prinzessin an die anwesenden Kommunalpolitiker Stadtbürgermeisterin Lena Weber und Verbandsbürgermeister Hartmut Heck noch loswerden: „Kommt mit der Eingemeindung von Malborn und Thiergarten in die Puschen, damit Morbach nicht den Zuschlag bekommt“. Heck versprach dann auch in Mainz nochmals in dieser Sache vorstellig zu werden.

Zum Ende des Programms stellten sich die Gastvereine aus Gusenburg, Kell, Issel und Grimburg vor und überreichten Gastgeschenke, ehe das Hermeskeiler Männerballett mit einer tollen Performance den Saal zum Toben brachte. (Kö)