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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 49/2018
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Diskussion um die Eichenbäume in Prosterath

Ortsgemeinderat Beuren verabschiedet Forsthaushalt 2019

Der Forst war in der Sitzung am Montag vergangener Woche Hauptthema. Forstamtsleiter Thomas Vanck und Revierförsterin Sandra Sasse trugen die wesentlichen Fakten aus dem laufenden und künftigen Forsthaushalt vor. Diskutiert wurde auch das Untersuchungsergebnis der Eichenbäume im Ortsteil Prosterath.

Forstamtsleiter Thomas Vanck, seit etwa einem Jahr im Amt, nutzte die Gelegenheit, sich im Rahmen der Erörterung des Forsthaushaltes auch dem Rat in Beuren vorzustellen. Das für 2018 geplante Ergebnis (ca. 38.000€) werde, so Vanck, trotz des Extremjahres mit langer Trockenheit und daraus resultierenden Borkenkäferschäden gut erreicht. Hauptgrund dafür sei das schnelle Handeln der Forstleute vor Ort, die durch zeitigen Einschlag der von Trockenheit besonders in Mitleidenschaft gezogenen Fichten noch einiges retten konnten. Mit Hilfe der maschinellen Ernte (Harvester) hätte man auch von Bäumen mit Borkenkäferbefall das noch gute Holz herausschneiden und zu einem guten Preis verkaufen können. Auch wenn in Bayern, Hessen, Tschechien und Österreich durch größere Windbrüche viel Fichtenholz auf dem Markt sei, profitiere man vom Standortvorteil der großen Sägewerke in der Region, die lieber einen höheren Preis bezahlten, als bei begrenzter Fuhrkapazität Wartezeiten und Leerlauf zu riskieren. Trotzdem sei nicht damit zu rechnen, dass bei den Preisverhandlungen für das kommende Halbjahr das hohe Niveau gehalten werden kann. Die aus dem Rechtsstreit zwischen dem Bundeskartellamt und dem Land Baden-Württemberg resultierende Trennung der Holzvermarktung in staatlich und kommunal/privat wird im den nächsten Monaten umgesetzt. Es entstehen fünf kommunale Holzvermarktungsgesellschaften. Die für die Region zuständige wird ihren Sitz in Morbach haben. Für die Kommunen und die privaten Waldbesitzer ändert sich laut Vanck nicht. Die Steuerung übernimmt de Forst. Auch der Brennholzverkauf findet weiter über den Forst statt. Der Ortsgemeinderat hat mit der Beauftragung in dieser Sitzung dafür die Voraussetzungen geschaffen. Der Preis bleibt bei 50 €/fm.

Revierförsterin Sandra Sasse teilte mit, dass die für dieses Jahr vorgesehenen Arbeiten planmäßig verlaufen sind. Die Entfernung der Müllhalde im Prosterather Wald sei in die Wege geleitet. Sie werde von der ART mit Unterstützung des Forstes umgesetzt. Die ART ist in solchen Fällen auch mit der Ermittlung der Verursacher betraut. Leider verliefen diese meist im Sande, da die nötigen Beweise fehlen würden. Anschließend erläuterte sie kurz die wichtigsten Positionen aus den Plan für das kommende Jahr. Ob der Hiebsatz von ca. 3700 Festmeter eingehalten werden kann, hängt auch wesentlich von der Entwicklung der Witterung ab. Trotz sinkender Holzpreise wird ein Ergebnis von knapp 49.000 € erwartet. Die geplanten Aufforstungen werden in zwei Etappen im Frühjahr und Herbst nächsten Jahres umgesetzt.

Eichenbäume in Prosterath

Die Ortsbürgermeisterin teilte dem Rat mit, dass die Untersuchung von der beauftragte Firma durchgeführt und die Verkehrssicherheit festgestellt worden sei. Außerdem seien die Bäume gepflegt worden. Letzteres bestritt ein Bürger aus der Zuhörerschaft vehement. Er hätte ein dickes morsches Aststück aufgefunden, das er den beiden Bäumen zuordnete und dem Ehemann der Bürgermeisterin überreicht hätte. Nach einigem Hin und Her beendete die Ortsbürgermeisterin die Diskussion, die eigentlich in den nachfolgenden Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ gehört hätte mit der Feststellung, dass die Gemeinde alles erforderliche getan hätte. (BäR)