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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 5/2021
Briefe an RuH
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Erfahrungen eines Rentners im Supermarkt

Folgendes ist mir am 30.01.2021 gegen 18 Uhr an der Kasse Nr. 4 in der LIDL-Filiale in Hermeskeil widerfahren:

Ein Kunde vor mir hatte seine Ware ordnungsgemäß auf dem Kassenband aufgelegt und mit einem Abstandhalter abgeschlossen. Weil ich noch Zeit hatte, ohne direkt meine Ware abzulegen, hielt ich noch kurz nach Waren oberhalb des Kassenbandes Ausschau. Sofort rückten mir 2 Herren von hinten direkt auf die Pelle, und legten ihre Ware aufs Band. Meines Erachtens waren dies Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Hermeskeil. Daraufhin forderte ich einen von ihnen auf, doch etwas Abstand zu nehmen, denn ich sei jetzt erst mal an der Reihe aufzulegen. Einer der jungen Männer war jedoch total uneinsichtig, und so ging das Gerangel mit dem Ware auflegen hin und her. Für mich wurde das Ganze dann schon eine Demütigung mit Körperverletzung wegen Nichteinhaltung der geltenden Coronaregeln, zumal keiner der beiden Herren einen Einkaufswagen mit sich führten, was am Eingang des LIDL-Kaufhauses überdeutlich "mit Securitybeäugung" gekennzeichnet ist!

Als dann endlich mal ein Security-Mitarbeiter dazu kam, wurde die Lage auch nicht entspannter, weil ich einfach mal davon ausgehe, dass dieser Security-Mann mich genauso wenig verstehen konnte wie die beiden Herren, die mich dann, nachdem ich schon bezahlt hatte, förmlich noch verbal und durch bedrohende Handgesten weiter angriffen. Meiner Aufforderung, mich an mein Fahrzeug zu begleiten, kam der Security- Mitarbeiter überhaupt nicht nach, weil er mich wahrscheinlich nicht verstehen konnte oder wollte. Sprachliche Diskrepanzen hatte der Herr von der Security mit den beiden jungen Männern, die mich bedroht hatten, keinesfalls, weil diese noch vor dem Kaufhaus recht amüsiert miteinander diskutierten. Ich gehe mal ohne Zweifel davon aus, das sich die Herren persönlich aus der AFA Hermeskeil kannten. Jetzt bemerkte ich, dass sich einer der Herren, der mich vorher an der Kasse bedroht hatte, mit schnellen Schritten in Richtung meines Autos bewegte. Da ich schon im Auto saß, konnte ich dann, Gott sei's gedankt, schnellstmöglich wegfahren.

Letztendlich bleibt die Frage offen: "Wie kommen ausgerechnet Asylbewerber ohne Einkaufswagen in das LIDL-Kaufhaus, missachten jegliche Corona-Abstandsregeln und bedrohen noch dazu andere unbescholtene Menschen im Laden?" Bemerkung meinerseits: Jede Oma, die ohne Einkaufswagen in den Laden will, obwohl sie vielleicht nur eine Ware zurückgeben möchte, wird am Eingang ohne Wenn und Aber wieder zurückgewiesen.

Da ich künftig von solchen Bedrohungen und Corona-Missachtungen befreit sein möchte, werde ich in Zukunft um LIDL-Kaufhäuser einen großen Bogen fahren, obwohl ich in der Vergangenheit meinen Food-Bedarf über 90% bei LIDL abgedeckt sah!

GK (Name und Anschrift der Redaktion bekannt)