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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 5/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Am Samstag ist endgültig Schluss

Dieser Anblick wird aus dem Stadtbild verschwinden

Rewe-Markt in Hermeskeil schließt seine Pforten

Schon seit Monaten ist die traurige Nachricht bekannt, der Rewe-Markt in der Trierer Straße in Hermeskeil schließt zum Ende Januar 2026 seine Pforten. Nun ist es übermorgen so weit, diese Einkaufsmöglichkeit im Zentrum von Hermeskeil ist endgültig Geschichte. In den Schaufenstern hängen Plakate, mit denen man sich von den Kunden verabschiedet und sich für die jahrelange Treue bedankt.

Schon in den vergangenen Tagen war es unverkennbar, die Regale waren teilweise schon leer, die Fleischtheke geschlossen, manche Regale waren nur noch notdürftig gefüllt, bestimmte Artikel waren im Abverkauf, Abschied und Schließung eben. Für viele Hermeskeiler, vor allem ältere Stadtbewohner, war der Markt in der Trierer Straße eine feste Größe, um die notwendigen Einkäufe zu tätigen. Auch für kurz Entschlossene, die in der Mittagspause Einkäufe tätigen wollten oder nur einen Imbiss für den kleinen Hunger brauchten, war der Markt eine passende Gelegenheit. Jetzt ist Schluss, für fußläufige Kunden eine kleine Katastrophe. Auch für die Infrastruktur der Stadt ist es ein weiterer Schritt in die negative Richtung, ein weiterer Leerstand, zumindest für die nächste Zeit.

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Viele hoffen, dass es einen Nachfolgemarkt geben wird, der ein umfangreiches Angebot an Lebensmitteln vorhalten wird. Wie die Chancen im Hinblick darauf stehen, ist schwer zu sagen, die Gesellschaft, die die Immobilie verwaltet, ist mit ihren Auskünften nur dürftig unterwegs, nähere Informationen sind Mangelware. Für Stadtbürgermeister König ist die Rewe-Schließung schmerzlich, ob es so schnell eine Nachnutzung geben wird, kann auch er nicht sagen. Im Oktober letzten Jahres hatte man ihm mitgeteilt, dass es potentielle Interessenten gäbe, wie der heutige Sachstand ist, nichts Genaues weiß man. Einen nahtlosen Übergang wird es jedenfalls nicht geben, zumal nach dem Auszug von Rewe im Gebäude größere Renovierungsarbeiten anstehen werden. Christoph König gibt die Hoffnung aber nicht auf, dass wieder ein „Vollsortimenter“ aus der Lebensmittelbranche in den Markt einziehen wird. Noch läuft die Suche. Bleibt abzuwarten, wie die Angelegenzeit sich entwickeln wird. Im günstigsten Fall wird es wieder eine Einkaufsmöglichkeit geben, im schlimmsten Fall wird es ein weiterer Leerstand werden, oder das Gebäude erfährt eine anderweitige Nutzung. bb