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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 51/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Hiltrud Pawlik ist Dorfbegleiterin in Gusenburg

In der Schulstraße in Gusenburg ist ein „Schandfleck“ verschwunden. In der vergangenen Woche wurde das Anwesen Nr. 10 von einem Fachunternehmen abgebrochen. Auf dem Grundstück soll nach dem Willen des Gemeinderates ein Generationen- und Schulgarten angelegt werden.

Aufgabengebiet: Koordination und Organisation – Zustimmung zu Gewerbeansiedlung auf Konversionsgelände

Zwei Punkte bestimmten die letzte Sitzung des Gusenburger Gemeinderates im Jahr 2019: die Ernennung einer ehrenamtlichen Dorfbegleiterin und die Ansiedlung eines Betriebes auf dem Konversionsgelände, der dort organische Abfälle behandeln will. Ersteres konnte Bürgermeister Siegfried Joram reibungslos abarbeiten, bei zweitem herrschte seitens des Rates doch einiges an Aufklärungsbedarf.

Ehrenamtliche Dorfbegleiterin

Gusenburg hatte die Stelle eines/r ehrenamtlichen Dorfbegleiters/in bereits vor einigen Wochen ausgeschrieben. Bis zum Ende der Ausschreibungsfrist am 05.12.2019 hatte sich nur eine Bewerberin, Hiltrud Pawlik, gemeldet. Bei einer Enthaltung wurde sie nach kurzer persönlicher Vorstellung dann auch vom Gemeinderat in geheimer Abstimmung auf diese Position gewählt.

Hiltrud Pawlik ist gebürtig aus Niedersachsen, lebt aber bereits 30 Jahre im Hochwald, ihrer Heimat, wie sie betont. Studiert hat sie in Trier und einen Abschluss als Diplom-Geografin erworben. Sie arbeitete als Landschaftsarchitektin, zweitweise freiberuflich, und als ökologische Fachkraft beim Naturpark Saar-Hunsrück.

Ihr Aufgabengebiet ist die Unterstützung der Gemeinde bei:

- der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/Helfern zur Umsetzung von Projekten zur Unterstützung des Gemeinwohles von Jugend, Familie und Senioren,

- der Koordination und Durchführung von Bildungsveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene,

- die Verbesserung des Fremdenverkehrsangebotes in Gusenburg,

- die Koordination und Organisation von Schutz und Pflege der Kulturlandschaft rund um den Ort,

- die Organisation von Aktionsprojekten in Kooperation mit den ortsansässigen Vereinen und Initiativen,

- die Sondierung von Fördermöglichkeiten für die Umsetzung dieser Projekte.

Vom Honorar für ihre Arbeit übernimmt in den ersten drei Jahren die Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ des Kreises 2/3.

Gewerbeansiedlung im Bereich der Konversionsfläche ehem. Schießstand

Bürgermeister Joram begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Thomas Schneider von der Firma Green Waste Solutions und Thomas Schlien von der Firma UVT AG Gore Cover System.

Die Fa. Green Waste Solutions beabsichtigt, auf dem Konversionsgelände eine Anlage für die Behandlung von organischen Abfällen zu errichten. Die Anlage kann innerhalb einer Zeitspanne von acht Wochen aus organischen Abfällen zertifizierten Qualitätskompost herstellen. Die Anlage hat eine jährliche Kapazität von 100.000 t. Im Wesentlichen sollen in der Anlage Grünschnitt und Essensreste verarbeitet und kompostiert werden. Die Abfälle sollen sowohl regional, als auch überregional, beispielsweise aus dem Rhein-Main Gebiet und dem Neckar Raum angedient werden.

Insgesamt werden 10 Arbeitsplätze durch die Ansiedlung der Firma geschaffen. Sitz der noch zu gründenden Projektgesellschaft soll Gusenburg werden. Ferner sagt Herr Schneider zu, den Ratsmitgliedern den Businessplan zur Verfügung zu stellen.

Thomas Schlien, Geschäftsführer der Firma UVT AG Gore Cover System stellt mit seinem Unternehmen die Technologie zur Behandlung von organischen Abfällen zur Verfügung. Er erläutert anhand einer Power-Point-Präsentation detailliert die Funktionsweise des Gore Cover Systems. Ferner erklärt er ausführlich mit Hilfe der Präsentation die einzelnen Produktionsschritte sowie die Behandlungszeit der organischen Abfälle bis zum Endprodukt „Kompost“. An Referenzbeispielen bereits in Betrieb befindlicher Anlagen können sich die Ratsmitglieder ein Bild vom Umfang der geplanten Anlage machen.

Kritische Fragen der Ratsmitglieder, insbesondere zu den Geruchsimmissionen, beantworten beide umfassend.

Zuschuss für den MV „Lyra“ Gusenburg

Der Musikverein hat einen Antrag auf Zuschuss für die Förderung der Ausbildung und der Jugendarbeit gestellt. Demnach setzt der Musikverein für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen qualifizierte Ausbilder ein. In erster Linie werden die Kosten für die Ausbildung durch die Eltern getragen. Der Musikverein beteiligt sich jedoch ebenfalls an den Kosten. Es entstehen jährliche Kosten in Höhe von rd. 1.300 €. Außerdem bietet der Musikverein für Jugendliche und aktive Musiker ein Zeltlager zur Stärkung der Gemeinschaft an. Hierbei entstehen Kosten in Höhe von 700 €. Der Musikverein beantragt deshalb einen Zuschuss für die Förderung, Ausbildung sowie die Jugendarbeit.

Bürgermeister Joram schlug vor, dem Musikverein einen Zuschuss in Höhe von 2.000 € zu gewähren. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kommunalaufsicht wird der Betrag dann im Haushaltsjahr 2020 kassenwirksam. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. (PaGe)