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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 51/2019
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Schwere Zeiten auch für den Hermeskeiler Forst

In der letzten Stadtratssitzung des Jahres 2019 stellte Revierförster Jörg Clemens dem Gremium die aktuelle Lage im Hermeskeiler Forst sowie den Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr vor.

Im Jahr 2018 war hier die Welt noch in Ordnung. Clemens: „Ein gutes Jahr“. Denn nicht nur zu Jahresanfang waren die Aussichten gut: Die Kosten waren auf einem günstigen Niveau, ebenso die Holzpreise, sodass mehr als die geplanten Einnahmen erzielt werden konnten. Am Ende warf der Forst statt der geplanten 169000 € mehr als 236000 € ab.

Das hat sich bereits im laufenden Jahr grundlegend geändert. Im Plan steht auch für 2019 ein Überschuss von rund 169000 €, aber ob dieses Ergebnis erreicht wird, ist nach den Worten des Revierleiters noch sehr fraglich. „Aktuell (Anm.: die Sitzung war am 3.12.) stehen wir bei etwa 130000 €“, erklärte er. 2019 hat mit Sturm begonnen und das ganze Jahr über gab es erhebliche Probleme durch Borkenkäferbefall. Das führte nicht nur wegen der bedeutenden Mengen von Sturm- und Käferholz zu großen Vermarktungsproblemen, sondern auch zu höheren Ausgaben für die Verkehrssicherung im Wald.

Der Forstwirtschaftsplan für 2020 kalkuliert nun mit einem bescheidenen Überschuss von 2782 €, so Clemens. Die Holzpreise stehen weiter unter Druck, weil es im Stadtwald - wie in der gesamten Region und darüber hinaus - auch erhebliche Trockenschäden durch die lange Dürre im Sommer und Herbst 2019 gibt. Auch im Stadtwald wird vermehrt mit Baumarten aufgeforstet, die besser als z.B. die Fichte mit den Klimaveränderungen zurecht kommen.

Im Rat gab es keine Diskussion. Der Forstwirtschaftsplan 2020 wurde einstimmig angenommen. (WIL-)