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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 7/2020
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Kommunalreform: Alles schon mal da gewesen...

„Abschließend muss festgestellt werden, dass die Gemeinde Malborn/Thiergarten gegen jedweilige Orientierung nach Thalfang ist, weil die Finanzpolitik, zum Beispiel im Vergleich zu Hermeskeil, einen nicht mehr vertretbaren Punkt erreicht hat. (Bei Bedarf werde ich einen Artikel mit authentischem Zahlenmaterial bringen). Also geht es letzten Endes bei dieser ganzen Geschichte auch um unser Geld! Und darin sind alle Bürger sehr empfindlich. - Gezwungenermaßen ja, aber freiwillig läuft niemand in die verkehrte Richtung! Wo man Grund hat, mit der Finanzpolitik zu hadern, da kann man sich schlecht mit der Schulpolitik befreunden, weil letztere von der ersteren entscheidend geformt wird.“ (zitiert aus einem Leserbrief in RuH Nr. 7/1967)

Seinerzeit mussten die Malborner und Thiergartener Kinder gezwungenermaßen in die neue Hauptschule nach Thalfang gehen, weil diese sonst nicht zweizügig hätte sein und folglich überhaupt nicht eingerichtet werden können. Genützt hat der ganze Protest damals nichts. Auch die Gemeinden Malborn und Thiergarten wurden bei der Kommunalreform 1968 nach Thalfang gezwungen.

Nun steht die VG Thalfang - wie lange eigentlich schon? - vor der Auflösung, doch keiner weiß, wie die bewerkstelligt werden soll. Die BürgerInnen von Malborn und Thiergarten haben sich schon vor ein paar Jahren mit deutlicher Mehrheit für einen Wechsel in die VG Hermeskeil ausgesprochen. Doch wie schon vor etwas mehr als 50 Jahren könnte das auf Ebene der Entscheider nicht entscheidungserheblich sein. Gut möglich, dass die Malborner und Thiergartener auch dieses Mal zu einem Wechsel gezwungen werden, den sie mehrheitlich nicht wollen. (WIL-)