Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 9/2018
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr in der Jahresstatistik 2017

Deutlicher Anstieg der Unfälle mit schweren Personenschäden

Im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Hermeskeil ereigneten sich im vergangenen Jahr 958 Verkehrsunfälle. 98 Unfälle mehr als im Jahr 2016 bedeuten eine Steigerung um 12 %. Die Anzahl der dabei schwer verletzten Personen stieg von 18 auf 32. Die negative Entwicklung im Bereich der sogenannten „jungen Fahrer“ hat sich leider fortgesetzt.

Bei den im vergangenen Jahr registrierten Unfällen im Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Hermeskeil ist insgesamt festzustellen, dass es im abgelaufenen Jahr eine Zunahme der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden gab.

Bei 30 Verkehrsunfällen mussten Personen in Krankenhäuser zur stationären Behandlung eingeliefert werden. Dies sind 14 Unfälle bzw. 88% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der dabei schwer verletzten Personen stieg von 18 auf 32.

Beim schwersten Unfall wurde auf der Bundesstraße 407 (Gemarkung Hermeskeil/Abtei) ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenprall mit einem Lieferwagen tödlich verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden stagnierte.

Als „gefährlichste Strecken“ erwiesen sich die B 52/L151 zwischen Reinsfeld und Hermeskeil (7 Verkehrsunfälle mit Verletzten) bzw. zwischen Osburg und Reinsfeld (5 Unfälle mit Verletzten, die B 327 zwischen Malborn und Thiergarten (7 Unfälle mit Verletzten) und die B 407, zwischen der Einmündung nach Schillingen und Abtei (8 Verkehrsunfälle mit Verletzten und einem Toten). Als Hauptunfallursachen waren festzustellen: 14 % Abbiegen-Wenden-Rückwärtsfahren, 13 % Abstand und 10 % Geschwindigkeit. Fast ein Drittel der 958 Unfälle - 306 an der Zahl -, ereigneten sich in der Gemarkung der Stadt Hermeskeil.

Nach wie vor lohnt es sich nicht, nach einem Verkehrsunfall die Flucht zu ergreifen.

Von insgesamt 129 „Unfallfluchten“ konnten rund die Hälfte durch die Polizei – in vielen Fällen Dank der Hinweise aus der Bevölkerung - geklärt werden.

Unfallverursacher

Die in den Jahren davor festgestellte negative Entwicklung im Bereich der sogenannten „jungen Fahrer“ (18- bis 24 Jahre) hat sich leider fortgesetzt.

Diese Altersgruppe (ca. 10 % der Fahrzeugführer) war im vergangenen Jahr an insgesamt 217 Verkehrsunfällen beteiligt, was einen Anteil von 23 % aller Verkehrsunfälle ausmacht.

Somit eine Steigerung um 41 % gegenüber 153 Verkehrsunfällen aus dem Jahr 2016.

Hierzu ist aber auch festzustellen, dass es sich bei den 217 Unfällen in 81 Fällen um „Wildunfälle“ gehandelt hat.An den anderen 136 Unfällen waren die „jungen Fahrer“ in 88 Fällen (62 %) schuldhaft beteiligt, wobei 28 Unfälle infolge nicht angepasster (überhöhter) Geschwindigkeit und fast jeder fünfte Unfall infolge mangelnden Sicherheitsabstands verursacht wurden. Auch bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren die jungen Fahrer im Vergleich zu anderen Altersgruppen häufiger beteiligt. Bei 30 % aller Verkehrsunfälle mit schweren und 27 % aller Verkehrsunfälle mit leichten Personenschäden waren sie beteiligt.

Aber auch bei den Senioren (ab 65 Jahre) stieg die Anzahl der Unfälle von 105 - im Jahr 2016 - auf 128 - im Jahr 2017- an. Eine Beteiligung von 13 % an allen Unfällen. Lediglich 15 Unfälle waren mit Wildbeteiligung. Von den restlichen 113 Unfällen wurden Senioren in 77 Fällen als „Unfallverursacher“ aufgeführt. Über die Hälfte aller Seniorenunfälle ereigneten sich im Stadtgebiet von Hermeskeil (67 Verkehrsunfälle).

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern als Fußgänger oder Radfahrer lag im Jahr 2017 bei 9, wobei bei jedem der Unfälle ein Kind leicht verletzt wurde.

Dauerthema „Wild im Hochwald“ unverändert

Insgesamt registrierte die Polizei Hermeskeil -448- Zusammenstöße zwischen Kraftfahrzeugen und Wild. 26 Unfälle mehr als im Jahr 2016.

Somit war fast jeder zweite Unfall ein „Wildunfall“, der für die Fahrzeugführer in der Regel unvermeidbar ist. In vier Fällen kam es hierbei leider auch zu leichten Personenschäden.

Besonders groß ist die Gefahr auf der L/151 und B/52 zwischen Osburg und Reinsfeld

(34 Unfälle) und der Hunsrückhöhenstraße zwischen Mandern und Malborn (123 Unfälle). Aber auch die Landes- und Kreisstraßen, die durch Waldgebiete oder an ihn entlang führen sind betroffen. (BäR)