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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 9/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Keine Willkür, sondern Gefahrenabwehr

Schwarzpilzbefall an den Wurzeln

abgebrochener dicker Ast

Großflächiger Rindenschaden am Ahorn auf dem Friedhof

Baumfällarbeiten im Stadtgebiet haben begonnen

Alle Bäume auf den öffentlichen Flächen der Stadt sind seit 2014 in einem Baumkataster erfasst. Sie werden zweimal jährlich durch den Fachmann Michael Georgi auf ihren „Gesundheitszustand“ überprüft. Daraus ergibt sich ein Maßnahmenkatalog, der festlegt, ob und wenn ja in welchem Umfang Konsequenzen gezogen werden müssen.

Wer aufmerksam durch den Stadtpark geht, wird festgestellt haben, dass zwei große Linden gefällt wurden. Sie sind Teil des oben erwähnten Kataloges, der vor allem aus Gründen der Sicherheit in diesem Jahr abgearbeitet werden muss. Es tut in der Seele weh, so Beigeordneter René Treitz, wenn wie hier etwa 60 Jahre alte Bäume gefällt werden müssen. Beide Bäume waren schon 3 Jahre unter Beobachtung. Ende letzten Jahres wurde schließlich festgestellt, dass aufgrund von Staunässe Äste abgestorben sind und der Schwarzpilz an den Wurzeln nagt. Schnee und Dauerregen hätten die Situation in dem „Feuchtgebiet“ Stadtpark zusätzlich beeinflusst. Der an den Wurzeln der Bäume aufgetretene Schwarzpilz kann leider nicht mit Sanierungsmaßnahmen geheilt werden. Das Fällen war unausweichlich, weil die Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Die Stadt ist für die Verkehrssicherheit in dem gut besuchten Park verantwortlich und will Vorfälle wie vor einiger Zeit in Trier, wo Personen zu Schaden kamen, vermeiden. Wegen des aufgeweichten Bodens können die gefällten Bäume allerdings nicht zeitnah abtransportiert werden, ohne größeren Schaden im Park zu verursachen. Man müsse warten, bis nach einer längeren Trockenperiode das Gelände wieder befahrbar sei, so Treitz. 22 weitere Bäume unterschiedlich groß und alt – verteilt im Stadtgebiet – sind in diesem Jahr ebenfalls zu fällen, da sie nicht mehr heilbar seien. Darunter ist auch ein Ahorn auf dem Hauptfriedhof.

Aber die Stadt habe sich auf die Fahnen geschrieben, für jeden Baum, der gefällt werden muss, an gleicher Stelle oder an geeigneteren Orten zwei Bäume neu anzupflanzen. Es werden Baumsorten ausgewählt, die Klima resistent, für das Wetter im Hochwald geeignet und bereits 2 – 3 Jahre alt sind. Für Neuanpflanzungen sind 10.000 € im Haushalt 2026 eingeplant. Der Ersatz für die gefällten Linden sei an anderer Stelle im Stadtpark bereits getätigt. (BäR)