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Die Dorfschelle
Ausgabe 1/2019
Nichtamtlicher Teil
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Konzert

Klänge zum Innehalten, kaum eine Kirchenbank in der kath. Kirche St. Martin blieb unbesetzt. Raum füllend erklangen Chorstimmen und wundervoll diverse Musikinstrumente im Gotteshaus. Das Adventskonzert am Vorabend des 2. Advents hätte gar nicht schöner ausfallen können. Das war anspruchsvolle Blasmusik von höchster Qualität, aber auch feinste Chormusik, die den restlos begeisterten Zuhörer zu Gehör gebracht wurde, und eine besinnliche Zeit boten. Es war ein Konzert voller Klassikern und einigen Gänsehautmomenten, aber auch schöner Advents- und Weihnachtslieder. Das war mehr als zwei Stunden Musik und Gesang, aber wirklich vom Allerfeinsten, dargeboten vom Hottenbacher Chor „Intermezzo“ (Leitung Kerstin Adam) und der Feuerwehrkapelle Rhaunen (Leitung Michael Groß). Den Anfang machte aber eine von Peter Stelzl geleitete Bläsergruppe mit vier Tiroler Bläserweisen zur Advents- und Weihnachtszeit, angefangen mit „Adventliche Zeit“ bis hin zu „Da Weihnachtsfried'n“. Dechant Clemens Kiefer durfte als Hausherr die vielen Gäste begrüßen, und hatte auch seine wahre Freude an den vergnüglichen, besinnlichen und ruhigen Stunden. „Ich bin durch die schöne Musik herausgefallen aus dem Stress und hinein gerutscht in den Advent“, sagte Kiefer am Ende eines schönen Konzertabends, das mit einem gemütlichen Beisammensein im katholischen Vereinsheim endete.

Es war einfach ein eindrucksvolles Konzert. Schon die rund vierzig Sängerinnen von „Intermezzo“ Hottenbach rissen das sachkundige Publikum zu wahren Beifallstürmen hin. Seit 1997 ist der von Kerstin Adam gegründete Chor mit moderner Chorliteratur und herrlichen Solostimmen unterwegs. Rock, Pop und Musicalmelodien überwiegen, wie auch meist in englischer Sprache gesungen wird und sie auch von drei Musikern (Tom Schilp, Daniel Kujar, Peter Lersch) begleitet werden. Mit viel Beifall wurde „Rise“, der Olympiasong von Katy Perry zu Olympia 2016 bedacht, und in „Bohemian Rhapsodie“, dem Rocksong aus dem Jahre 1975 von Freddy Mercury lief der Chor zur Hochform auf, wie auch bei „Seite an Seite“, einer Hymne an die Menschlichkeit oder dem Song „Royals“. Der auf ganz hohem Niveau singende Chor hörte nach „Shadowland“ und „Rhythm of Life“ noch lange nicht auf, und zeigte auch die gute Kondition in einigen Zugaben. Nicht endenwollender Beifall im Stehen und rhythmisches Klatschen waren der wohlverdiente Lohn. Diesen konnten sich anschließend aber auch die Musiker der Feuerwehrkapelle abholen. Wenn auch „Intermezzo“ die Messlatte hoch gelegt hatte. „Lenas Song“ kam romantisch und verträumt daher, aber musikalisch schon gleich zu Beginn eine Meisterleistung der Feuerwehrkapelle, wie auch danach bei „In memoriam“, des belgischen Komponisten Bert Appermont, der das wunderschöne und einfühlsame Stück komponierte. Damit wollte er die Gefühle zum Ausdruck bringen, die durch die Terroranschlage in Brüssel, Nizza und Berlin die Menschen schockierte und zu Angst, Misstrauen und Fassungslosgkeit führte. Dies hat der Komponist mit einer lyrischen Melodie beschrieben, welche die Hoffnung auf eine bessere Welt zum Ausdruck bringen soll. Ein berührendes und nachdenkliches Konzertstück.

„The Magic of And rew Lloyd Webber“, aber auch „Beyond the Sea“ waren Liedstücke, wo sich die Konzertbesucher genüsslich zurücklehnen konnten. Und bei „Little Christmas Piece“ sowieso, wo doch jenes Stück auch einiges an klassischer Adventsmusik beinhaltete. Auch Vorsitzender Gerd Keßler freute sich über den sehr guten Besuch des Adventskonzertes, gemeinsam mit Dechant Kiefer durfte er an die Dirigenten des Abends „Geschenke“ verteilen. Auch das hat in Rhaunen Tradition, dass am Schluss eines jeden Adventskonzertes der Feuerwehrkapelle Rhaunen einige Weihnachtslieder stehen, die auch gerne mitgesungen werden, so beispielsweise „O, du fröhliche“.