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Unsere Heimat
Ausgabe 27/2019
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50 Jahre Wildenburgschule – ein rundum gelungenes Fest

Mit Begeisterung wurde das neue Schullied gesungen

Das neue Insektenhotel "Bienenstich"

„Es war nicht nur so ein typischer Rückblick!“, so ein Besucher des Schulfestes anlässlich des 50 jährigen Bestehens der Grundschule Wildenburg am vorletzten Samstag in Kempfeld. Dem Kollegium und dem Team der Ganztagsschule war es gelungen, den Besuchern vor allem einen Einblick in die Zukunft ihrer Schule zu geben. So stand nicht nur der elf Stationen umfassende Spieleparcour sondern das gesamte Fest unter dem Motto „Lernen im und am Nationalpark Hunsrück-Hochwald“, hat sich die Wildenburgschule doch auf ihre Fahnen geschrieben, ganz bald schon Nationalparkschule zu werden. Daher mit im Boot: Das Team des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, das nicht nur am Fest selbst zugegen war und den kleinen und großen Besuchern sowohl eine tierische Spurensuche bot als auch informativ für Fragen über den direkt vor der Haustür der Wildenburgschule liegenden Naturschatz zur Verfügung stand, sondern auch geeignetes Equipment für Spielestationen bereitstellte. Auch im Landesforsten-Waldmobil konnten sich die Besucher, kompetent betreut durch die forstlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in die Flora und Fauna unseres heimischen Waldes entführen lassen. Mit weiteren naturnahen Schul-Projekten zeigten die „Wildenburger“ ihr Interesse am nachhaltigen, ökologischen Handeln: Den Schulgarten für heimische Nutz- und Zierpflanzen wollen sie mit Unterstützung der Verbandsgemeinde erneuern und erweitern, die Wildblumenwiese hinter der Schule soll nicht mehr gemäht werden, sodass Schmetterlinge, Hummeln und Bienen schulnah ausreichend Futterquellen zur Verfügung haben. Übrigens: Die Insekten konnten sich am Wildenburg-Schulfest besonders freuen, weihte doch die Klasse 3b mit ihrer Klassenlehrerin Anja Puhl das Insektenhotel „Bienenstich“ für sie ein, das die Kinder in den vergangenen Wochen mithilfe der Försterin Gisela Kadisch fachmännisch bestückt haben. Einigen der erwachsenen Besucher zauberten die 3b-Kinder sogar ein gerührtes Lächeln ins Gesicht, als sie mit dem hervorragend vorgetragenen Oldie „Karl der Käfer“ Erinnerungen an alte Zeiten weckten, gleichzeitig die traurige Situation um die schwindende Insektenwelt nicht treffender hätten skizzieren können.

Dass man neben guter Bewirtung, für die unter anderem die engagierten Eltern der Wildenburgkinder mit Kuchenspenden und Verkaufsdiensten sorgten, so viel Wissen mitnehmen werden könnte, hatten die Besucher morgens bei der Eröffnungsrede durch die Konrektorin Katrin Döpp nicht ahnen können. Ehemalige Schüler, Kollegen und Rektoren, Lehrer der aufnehmenden Schulen und Ortsvorsteher, die sich mit den vielen Kindern und Familien in der Turnhalle einfanden, wurden in der Begrüßungsrede durch Verbandsbürgermeister Uwe Weber an die Entwicklung der Wildenburgschule in den letzten fünf

zig Jahren erinnert. Dennoch betonte auch er, besonders und gerade wegen der Kinder, die Wichtigkeit eines zukunftsorientierten Blicks. Die Hauptpersonen des Tages, die Kinder der Wildenburgschule, rundeten die kindgerecht gehaltene Eröffnungszeremonie dann passend ab: Alle Schulklassen, rund 230 Kinder, sangen auf und vor der Bühne ein selbst gedichtetes Lied anlässlich des fünfzigsten Geburtstags der Schule. Ein Lied, in dem der unterhaltsame Text ebenfalls sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft der Schule aufgriff. Wie viel Spaß letztendlich auch die Allerkleinsten, also die „Bald-Wildenburger“, bei diesem besonderen Schulfest hatten, spiegelt sich in der nachdrücklichen Bitte eines zukünftigen Erstklässlers wider: „Nächstes Jahr feiern wird dann aber auch wieder 50 Jahre Wildenburgschule!“.