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Amtsblatt der Verbandsgemeinde Kell am See
Ausgabe 36/2018
Aus der Verbandsgemeinde
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Zahlreiche Besucher bei der 58. Verbandsgemeindetierschau in Kell am See

Unser Foto zeigt die diesjährige Siegerkuh ZS Goldmine, die den Titel der Miss Hochwald 2018 errungen hat, zusammen mit ihrem Vorführer. Dazu gratulieren v.l.n.r. Landrat Günther Schartz, Milchkönigin Katharina Weber, Bürgermeister Martin Alten , MdB Andreas Steier, Züchter Stefan Zens, die MdL Bernd Henter, Christian Baldauf und Arnold Schmitt, sowie Manfred Zelder, Bauern- und Winzerverband.

Stolz präsentiert Alfred Kohn, Vierherrenborn, die diesjährige Siegerin der Stutenschau bei der VG-Tierschau, Ma belle Cherie. Es gratulieren Milchkönigin Katharina Weber und Bürgermeister Martin Alten.

Trotz zeitweiligen Nieselregens konnte Bürgermeister Martin Alten zur 58. Auflage der Verbandsgemeindetierschau zahlreiche Besucher auf dem Schaugelände in Kell am See begrüßen. Darunter war auch erstmals die neue rheinland-pfälzische Milchkönigin Katharina Weber aus Pickließem. Die Landwirtschaft war u.a. vertreten durch den Präsidenten des Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, Michael Horper sowie seine beiden Stellvertreter Manfred Zelder und Walter Clüsserath. Aus der Politik war anwesend, Andreas Steier, MdB, aus Pellingen, der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, MdL Christian Baldauf sowie die MdL Arnold Schmitt, Bernd Henter und Lothar Rommelfanger. Aus der Verwaltung waren Landrat Günther Schartz sowie etliche Bürgermeister/innen benachbarter Kommunen und weitere Behördenvertreter gekommen.

Bürgermeister Martin Alten bedankte sich bei den Politikern dafür, dass sie sich insbesondere dem Thema Breitbandausbau im ländlichen Raum angenommen haben und hier für eine demnächst spürbare deutliche Verbesserung der Internetzugänglichkeit auch in der Verbandsgemeinde Kell am See sorgen. Die Aufträge für die in diesen Tagen startenden Arbeiten sind inzwischen erteilt worden. Ohne Internet läuft auch in der modernen Landwirtschaft vieles nicht richtig rund.

Martin Alten erinnerte aber auch an die witterungsbedingten Probleme für die Landwirtschaft, die der heiße und trockene Sommer 2018 auch den heimischen Landwirten bereitet haben. Er dankte allen Ausstellern und den vielen Menschen im Hintergrund, ohne deren besonderes Engagement diese beeindruckende Schau nicht Jahr für Jahr präsentiert werden könnte.

ZS Goldmine goes for Gold – Sie sicherte sich den Titel Miss Hochwald 2018 bei den Rindern

Die Präsentation der Milchkühe begann mit den jüngsten Tieren der Schau. In den beiden Färsenklassen konnten sich die schneeweiße, extrem typstarke ZS Panda von Bankroll (Stefan & Matthias Zens, Musweiler) vor der Remark P-Tochter Libelle (Thomas & Vera Steinmetz, Malborn-Thiergarten) und die LeChiffre-Tochter Flora vom Kapellenhof Krämer aus Manderscheid mit ihrem extrem drüsigen, fest aufgehängten Euter vor EsH Pepita von Doorman (Stefan Engel, Hetzerath) mit zwei 1 a Platzierungen durchsetzen. Die Klasse der Zweitkalbskühe wurde von zwei sehr euterstarken jungen Kühen dominiert. Preisrichter Frank Königs aus Stadtkyll (Vulkaneifelkreis) entschied sich für ZS Goldmine, eine Golden Dreams-Tochter von Stefan & Matthias Zens aus Musweiler vor der Revival P-Tochter HHH Wilhelmine von Axel Hemmes aus Damflos. Der Sieger und Reservesieger jung wurde aus den sechs erst- und zweitplatzierten jungen Kühen (mit ein und zwei Kälbern) gekürt. Königs entschied sich für HHH Wilhelmine als Reservesiegerin jung und ZS Goldmine holte den Titel der Siegerin jung. In der Klasse der Kühe mit drei Kälbern lief die körperstarke Atwood-Tochter EsH Pink auf dem 1b-Platz hinter der Windbrook-Tochter NEC Leidergeil vom Kapellenhof Krämer aus Manderscheid, die mit ihrem stark beaderten und fest aufgehängten Euter punkten konnte. Beere von Super von Norbert Zehren aus Kirf-Beuren, eine sehr typ- und euterstarke Viertkalbskuh, konnte sich in der Klasse der älteren Kühe mit vier und fünf Kälbern gegenüber der schicken rotbunten Parma PP-Tochter Hirse von der Zelder Agrar GbR aus Wittlich durchsetzen. Der Titel des Siegers und Reservesiegers alt wurde unter den vier erst- und zweitplatzierten Kühen mit drei und vier Kälbern vergeben. NEC Leidergeil von Windbrook wurde Reservesiegerin alt und der Titel Sieger alt ging an Beere von Super.

Eine Schaukollektion der Rasse Fleckvieh wurde von drei Kühen aus dem Bestand von der Willems & Wollscheid GbR aus Lampaden dargestellt. Gezeigt wurden die körperstarke Färse Sumatra von Humpert, die Hutera-Tochter Bea, eine sehr korrekte und kapitale Zweitkalbskuh und die bereits schauerfahrene Ramallah von Gepard, die sich mit ihren vier Kälbern bestens präsentierte. Die Kommentierung der Fleckviehkollektion übernahm souverän wie gewohnt Werner Hauck aus Franken, der alljährlich als Experte für die Rasse Fleckvieh zur Keller Tierschau kommt.

Es gab aber nicht nur schwarz- und rotbunte Holsteins und Fleckviehkühe zu sehen, sondern auch interessante Mutterkuhrassen. Michael Hausen aus Hentern brachte gleich fünf Tiere der Rasse Limousin mit. Die aus Frankreich stammende Rasse ist von der Farbgebung hell- bis dunkelrot, weist einen leichten Geburtsverlauf auf und bringt eine hohe Ausschlachtung sowie eine feinfaserige Bemuskelung für die Fleischerzeugung mit. Gezeigt wurden die beiden 16 und 18 Monate alten Rinder Ulena und Marina und der Jungbulle Bonifas, dessen Mutter die bekannte Utopa ist. Utopa selbst, eine erfahrene Schaukuh mit ihrem mittlerweile 8. Kalb wurde ebenfalls präsentiert. Bernd Thielen aus Waldweiler zeigte die fünf Jahre alte BRA Cleve zusammen mit ihrem dritten Kalb Elsaß, das selbst bereits ein knappes Jahr alt ist. Die Rasse Charolais, die ebenfalls ursprünglich aus dem benachbarten Frankreich kommt, bringt gute Muttereigenschaften sowie eine ausgeprägte Bemuskelung und ein ruhiges Temperament mit.

Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Wahl der diesjährigen Miss Hochwald dar. Hierfür traten die Siergerin jung ZS Goldmine v. Golden Dreams (Stefan & Matthias Zens, Musweiler) und die Siegerin alt Beere v. Super (Norbert Zehren, Kirf-Beuren) gegeneinander an. Diese Entscheidung fiel Frank Königs nicht leicht, da beide Kühe gewisse Vorzüge hatten. Er entschied sich letztlich für ZS Goldmine und so ging der Titel Miss Hochwald 2018 verdient nach Musweiler.

Gute Qualität bei der Stutenschau in Kell a.S. Ma belle Cherie wird Siegerstute

Die Veranstaltung war auch wieder ein exzellentes Schaufenster für die Pferdezucht in der Region. 16 Zuchtstätten hatten 32 Stuten verschiedenster Rassen gemeldet.

Die Warmblutstuten, die das größte Kontingent stellten, wurden in zwei Klassen gerichtet. Die Klasse der drei bis fünfjährigen Stuten wurde von der großzügig angelegten DSP Stute Jil Johnson v. Jake Johnson angeführt. Sie war eine Woche zuvor auf der Elitestutenschau mit der Staatsprämienanwartschaft ausgezeichnet worden und konnte erneut überzeugen. Ihre Mutter Wolkenfee ist Vollschwester zum in der Dressur (DRE S****) international erfolgreichen Wertheimer v. VPrH Wolkenstürmer, seinerzeit Körungssieger. Züchter ist Alfred Kohn, Vierherrenborn. Sie brachte u.a. den gekörten und mit der Prämie ausgezeichneten Hengst Monte Mio v. Monte Bellino und Florentiana v. Florentianer (DRE M). Es folgte auf 1b die bildhübsche und noble StPrA Ma Belle v. Monte Bellino des Manfred Wagner aus Irsch. Muttervater ist der DER S*** erfolgreiche Körungssieger des Jahres 2000 Lac Leman S. Ma Belle geht zurück auf den Stamm der Trakehnerstute Hexe/T v. Symbol, die u.a. den gekörten Hope of Heaven/T (SPR M) und die Sportpferde Le Soleil v. Lac Leman (SPR M), Hip Hop Star v. Sapros (SPR S) und Hale Bob W v. Atoll/T (DRE M) hervorgebracht hat. Die Klasse der sechsjährigen und älteren Stuten führte Ma Belle Chérie von Monte Bellino aus der Zucht und im Besitz von Alfred Kohn aus Vierherrenborn an. Die in jeder Hinsicht sich überlegen darstellende Stute war 2015 Siegerstute der Elitestutenschau und ist Tochter der einflussreichen VPrST Winzerin v. Walsco, die etliche Sportpferde und hochbonitierte Zuchtpferde, darunter mehrere Eliteschausiegerinnen, hinterließ. Auf 1B rangierte die StPrA Fine Florentia, eine Tochter des DRE S erfolgreichen Florentianer. Züchter ist Alfred Kohn, Vierherrenborn. Mutter der Stute ist die StPrSt Wolkenfee (siehe Klassensiegerin drei bis fünfjährige Stuten).

Bei den Haflingern wartete die engagierte Zuchtstätte des Edgar Mai aus Schillingen mit sehr guten, ausdrucksvollen Stutenmodellen auf. Überzeugende Siegerstute wurde die StPrA Hera v. Walzertraum, die innerhalb ihrer Rasse eine herausragende Stellung einnimmt. Sie verkörpert den noblen, modernen Haflinger mit viel Bewegungsqualität. Hera war 2014 auf der Elitestutenschau bereits Klassensiegerin. Auf dem zweiten Platz folgte ihre Mutter, die aus Tirol stammende VPrSt Helinda v. Straden. Helinda ist die Stammstute der von Edgar Mai vorgestellten Stutenfamilie (Mutter mit den 2 Töchtern), der eine ausgeglichene, sehr positive Vererbungskraft zu attestieren ist.

Die ebenfalls aus der Zucht von Edgar Mai stammende Aruen bint Kamila führte die Klasse der Partbred Araber an. Die 9 jährige Tochter des Arabers Raven ox wusste durch ihren noblen Typ und nicht zuletzt ihren ergiebigen Bewegungsablauf zu überzeugen.

Die von den noch jungen Züchtertöchtern Anna und Lena Marx geschickt vorgestellten Shetland- bzw. Partbred Shetlandponys Wuschel Puschel und Tigerlilly gaben eine erste Visitenkarte ab. Das Publikum honorierte die Vorstellung mit einem besonders anerkennenden Applaus.

Daneben wurden von heimischen Züchtern Hobbyreitpferde verschiedener Rassen sowie Reitponys vorgestellt. Ein besonderer Anziehungspunkt für die kleinen Besucher der Tierschau waren die Shetlandponys, die sich im Gehege geduldig streicheln ließen.

Als besonderer Höhepunkt schloss die Stutenschau in Kell mit der Kür der Gesamtsiegerstute. Der Titel ging an die StPrA Ma belle Chérie, Zuchtstätte Alfred Kohn, Vierherrenborn.

Neben den Pferderassen waren auch wieder vier Großesel aus der Zucht von Christina Tröndlin, Trier, zu sehen, die über das Jahr auf der Weide in Schömerich, Kimmlerhof, stehen. Diese in unseren Breiten seltenen Tiere lenken die Blicke der Besucher in besonderem Maße auf sich.

Großer Andrang herrschte nicht nur während der Regenschauern im Kleintierzelt. Hier präsentierten die Kaninchenzuchtvereine der Region wieder etliche Rassekaninchen unterschiedlichster Größen und Farben. Der Geflügelzuchtverein Trier und Umgebung war mit zahlreichen Hühnerrassen ebenso vertreten. Besonders die Kinder schätzen Jahr für Jahr diese Kleintiere, die sich liebevoll streicheln lassen.

Der Musikverein sorgte wie gewohnt für gute Unterhaltung und das leibliche Wohl der Besucher.

Nadine Hemmes und Hans-Willi Kusserow, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz,

Verbandsgemeindeverwaltung Kell am See

98 Unser Foto zeigt die diesjährige Siegerkuh ZS Goldmine, die den Titel der Miss Hochwald 2018 errungen hat, zusammen mit ihrem Vorführer.

Dazu gratulieren v.l.n.r. Landrat Günther Schartz, Milchkönigin Katharina Weber, Bürgermeister Martin Alten , MdB Andreas Steier, Züchter Stefan Zens, die MdL Bernd Henter, Christian Baldauf und Arnold Schmitt, sowie Manfred Zelder, Bauern- und Winzerverband.

105 Stolz präsentiert Alfred Kohn, Vierherrenborn, die diesjährige Siegerin der Stutenschau bei der VG-Tierschau, Ma belle Cherie.

Es gratulieren Milchkönigin Katharina Weber und Bürgermeister Martin Alten.