Mit einem Auftaktgespräch zwischen Kulturministerin Katharina Binz, stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Ortsbürgermeister René Adler und Günter Beck, Präsident der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft, wurden am 05.03.26 wichtige Schritte für die Zukunft des Geburtshauses von Carl Zuckmayer in Nackenheim eingeleitet.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie das Geburtshaus im Zuge der Entwicklung des neuen Quartiers auf dem Gelände der ehemaligen Kapselfabrik dauerhaft gesichert und einer zeitgemäßen kulturellen Nutzung zugeführt werden kann. Mit der Quartiersentwicklung durch den privaten Eigentümer wird es künftig erstmals möglich sein, das bislang auf einem abgeschlossenen Firmengelände befindliche Geburtshaus über öffentliche Wege und Straßen direkt zu erreichen.
Die Ortsgemeinde Nackenheim beabsichtigt, das Geburtshaus auf dem Areal der alten Kapselfabrik zu übernehmen und zu erwerben. Ziel ist es, dort einen lebendigen Ort für Kultur, Begegnung und Bildung zu schaffen.
Im Rahmen eines Rundgangs über das ehemalige „Kapsel“-Areal und durch das Geburtshaus betonte Ministerin Binz das große Interesse des Landes am Erhalt des kulturellen Erbes von Carl Zuckmayer und an einer kulturellen Nutzung des Gebäudes. Sie stellte in diesem Zusammenhang das neue Landesprogramm zur Förderung sogenannter „Dritter Orte“ vor, das in besonderer Weise zu den Planungen der Ortsgemeinde Nackenheim passt.
Sobald die Förderrichtlinien vorliegen, wird die Ortsgemeinde das Projekt für dieses Programm zur Förderung anmelden. Die entsprechenden Kontakte zu den zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern wurden im heutigen Gespräch bereits hergestellt.
Ortsbürgermeister René Adler dankte Ministerin Binz und Günter Beck für den konstruktiven und zielführenden Austausch vor Ort: „Mit dem heutigen Auftaktgespräch haben wir einen wichtigen Grundstein dafür gelegt, das Geburtshaus von Carl Zuckmayer aus seinem Dornröschenschlaf zu holen und als offenen Ort der Kultur und Begegnung für Nackenheim und die Region zu entwickeln.“