Mit zahlreichen Ehrengästen, Projektbeteiligten und geladenen Gästen hat die Ortsgemeinde Nackenheim die Einweihung ihres neuen Bauhofs gefeiert. Der Neubau schafft moderne, sichere und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen und markiert einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der Gemeinde.
Ortsbürgermeister René Adler betonte die Bedeutung des Projekts für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Gemeinde: Nackenheim wachse stetig – ebenso die Aufgaben des Bauhofs, insbesondere bei Hochwasser- und Starkregenvorsorge, Grünpflege, Infrastrukturunterhaltung und Verkehrssicherung.
Der Bauhof der Ortsgemeinde beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiterinnen und fünf Mitarbeiter. Der Maschinen- und Fahrzeugpark wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert, um den vielfältigen Aufgaben sowie den Anforderungen an Gesundheits- und Arbeitsschutz gerecht zu werden.
Die bisherige Situation war zunehmend problematisch: Fahrzeuge, Maschinen, Werkstätten, Lagerflächen und Sozialräume waren auf verschiedene Standorte im Ortsgebiet verteilt – mit erheblichem organisatorischem Mehraufwand, zusätzlichen Fahrten und ineffizienten Arbeitsabläufen. Zudem entsprachen die bisherigen Standorte in Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen des Arbeits- und Unfallschutzes. Insbesondere die alte Scheune am Museum sowie die bestehende Bauhofhalle an der Carl-Zuckmayer-Halle wiesen bauliche und sicherheitstechnische Mängel auf.
Mit dem neuen Bauhof entsteht nun ein zentraler Standort mit moderner Infrastruktur: Das Gebäude umfasst eine vierzügige Fahrzeug- und Maschinenhalle, eine Werkstatt mit Hochregallager sowie einen Büro- und Sozialtrakt mit zeitgemäßen Sanitär- und Aufenthaltsräumen. Werkstatt-, Lager- und Hallenbereiche wurden wärmegedämmt ausgeführt, der Sozialbereich wird beheizt.
Ursprünglich war eine klassische Stahlhalle vorgesehen. Im Verlauf der Planung entschied sich die Ortsgemeinde bewusst für eine nachhaltige Holzkonstruktion, die neben ökologischen Vorteilen auch durch wirtschaftliche und konstruktive Aspekte sowie zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten durch eine tragfähige Zwischendecke überzeugte.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die derzeit im Bau befindliche Biomasseheizung für die Carl-Zuckmayer-Halle und den Bauhof; zusätzlich ist eine neue Photovoltaikanlage für beide Gebäude in Planung.
Der Baubeginn erfolgte im Frühjahr 2024. Bereits am 25. Juli 2023 hatte Innenminister Michael Ebling der Ortsgemeinde einen Förderbescheid in Höhe von 340.000 Euro aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz übergeben.
Mit dem Umzug des Bauhofs wird zugleich der Standort in der Scheune am Museum aufgegeben. Dort soll künftig die Erweiterung des Ortsmuseums entstehen; hierfür wird zeitnah eine Förderzusage in Höhe von 250.000 Euro erwartet. Der Einzug in den neuen Bauhof wird derzeit vorbereitet und soll nach Abschluss letzter Restarbeiten in den kommenden Wochen erfolgen.