Provisorische Asphaltfläche m. Asphalttragschicht
Finale Asphaltwiederherstellung m. Asphaltdeckschicht
Teil 1: Aktueller Sachstand und Infos zum weiteren Baufortschritt
Die Grabungsarbeiten des Bodenheimer Glasfaser-Ausbau haben sich bekanntlich zum Jahresbeginn 2026 aus den beiden Neubaugebieten „Kapelle“ und „Leidhecke“ ‚verabschiedet‘. Ebenso konnte die westliche Gehwegseite der Nord-Süd-Hauptstraßenachse der L 413 (Wormser Straße) unter Ampel-geregelter Verkehrsführung im April abgeschlossen werden.
In den letzten Wochen haben sich die Arbeiten im Bereich des Bodenheimer Oberdorfs (Westrum, Langreh, Maria-Oberndorf-Str./Bayn-, Stein-, Raiffeisenstr./ Lörzweiler Weg, Eduard-v.-Heuß-Straße) schnell weiterentwickelt und konnten dort vor kurzem abgeschlossen werden.
Die Grabungsarbeiten setzen sich derzeit noch im Bereich Hellmerich- und Kirchbergstraße sowie Kirchsteig fort und stehen kurz vor dem Abschluss.
Unter Hinzuziehung weiterer Grabungskolonnen soll der Baufortschritt nunmehr insgesamt forciert werden. Der geplante Baufortgang sieht folgenden Ablauf vor:
| - | Ab Mitte Mai soll der Leitungsverbau im Bereich „Burgweg“ und „Im Walter“ erfolgen. Als Ausbaudauer sind drei bis vier Wochen vorgesehen. |
| - | Etwa gleichzeitig beginnt die Leitungsverlegung im zentralen Ortskernbereich in der Jahn-, Rathaus-, Graben- und (untere) Kirchbergstraße sowie in der Enggasse. |
| - | Unter Beachtung eines weiterhin gewährleisteten Verkehrsflusses soll der Leitungsverbau im Bereich des Schönbornplatzes, Schönborner Hof und (nördliche) Mainzer Straße fortgesetzt werden. |
| - | Zeitversetzt dazu erfolgt der Leitungsausbau im Bereich der Zwerchgasse/Mainzer-Pfort-Straße und Obergasse (einschließlich Unter-/Obergäßchen). |
| - | Infolge der sehr engen Straßenquerschnitte im „Sandweg“ und in der „Neugasse“ und einer damit verbundenen Vollsperrung erfolgt der jeweilige Ausbau in gesondert ausgewiesenen späteren Zeitfenstern. |
Mittels Hauswurf-Informationen werden die Anlieger der jeweils betroffenen Straßenabschnitte über bevorstehende Grabungsaktivitäten rechtzeitig informiert. Die am Tag geöffneten Grabungen werden zumeist nach wenigen Stunden, spätestens jedoch vor dem Abend wieder verschlossen. Insgesamt ist die Bauleitung des ausführenden Unternehmens Real-Bau GmbH bemüht die Einschränkungen für den Verkehr und für die Anlieger möglichst gering zu halten. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Im Falle notwendiger Unterstützung steht Ihnen vor Ort die örtliche Bauleitung der Fa. Real-Bau GmbH zur Verfügung. Die VG-Verwaltung begleitet und überwacht die Grabungsarbeiten über eine ausgebildete Baufachkraft. Hinweise und Beanstandungen etc. können Sie per Email senden an: glasfaser@vg-bodenheim.de
Vorhinweise:
Der Leitungsverbau im Bereich der östlichen (bahnseitigen) Gehwegführung der L 413 (Wormser Straße) soll mit Rücksicht auf das Albansfest erst ab Dienstag, den 9. Juni begonnen werden. Analog der zurückliegenden Ausbaumaßnahme auf der westlichen Gehwegseite, erfolgen die Grabungsarbeiten auf der östlichen (bahnseitigen) Gehwegsseite erneut mit einer Ampel-gesteuerten Verkehrsführung.
Das Verkehrskonzept wurde in enger Abstimmung mit den VG- und überörtlichen Verkehrsbehörden abgestimmt.
Die Grabungsarbeiten entlang der innerörtlichen Hauptverkehrs-Achse (L 413) im Bereich Pfarrstraße, Langgasse und Gaustraße erfordern angesichts der Verkehrsbedeutung und der engen Verkehrsverhältnisse ein Höchstmaß an Vorbereitung. Die Grabungsarbeiten hierzu sind in der ersten Hälfte der Sommerferien (ab dem 29.6.) vorgesehen. Mit Beginn dieser Grabungsarbeiten sollen im Ortskern alle anderen Grabungsarbeiten abgeschlossen sein.
Die Öffentlichkeit wird im Vorfeld dieser Grabungsarbeiten nochmals gesondert ausführlich informiert.
Teil 2: Allgemeine Infos zur Ausbau-Technik
Nach mehreren Beschwerdehinweisen zu vermeintlich hinterlassenen Baumängel entlang der Grabungstrassen im Zuge der Wiederherstellungsarbeiten der Glasfaser-Grabungsarbeiten wiederholen wir an dieser Stelle nochmals folgende Hinweise zum angewandten Ausbauverfahren des ausführenden Unternehmens Real-Bau GmbH:
| 1. | Nach Öffnung der Grabungstrassen, Verlegung der Leitungen in der Regeltiefe von 60 cm erfolgt die schichtweise Verfüllung/Verdichtung des Grabenkörpers mit geeignetem Verfüllmaterial. Die am Tag geöffneten Grabungsstellen sind in der Regel bis Abend wieder mit dem jeweils bestehenden Oberflächenmaterial (Pflaster oder Asphalt) niveaugleich mit der Umgebungsoberfläche verschlossen. Damit sollen die Einschränkungen für das Verkehrsgeschehen und für die Anlieger so gering wie möglich gehalten werden. Gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit möglichst schnell wieder hergestellt (Beseitigung/Verhinderung von “Stolperstellen“). |
| 2. | Im Falle von gepflasterten Gehwegflächen -zumeist mit Standardpflaster- erfolgt die Oberflächenwiederherstellung störungs- und mangelfrei. Ggf. zurückbleibende Mängel (hochstehende Pflastersteine oder fehlende/unzureichende Fugeneinsandung) werden durch nacharbeitende Mangelbeseitigungs-Kolonnen zeitversetzt beseitigt, werden nach Hinweis durch die baubegleitende VG-Fachkraft beseitigt oder spätestens im Zuge der größtenteils noch ausstehenden Bauabnahme-Begehungen beseitigt. |
| 3. | Problematischer stellt sich die Oberflächenwiederherstellung im Falle dar, wenn es sich bei dem bestehendem Pflastermaterial um keine sogenannten Standard-Steine (Doppel-T, Rechteck-Pflaster) handelt. Bei der Verarbeitung des Pflasters im Trassenverlauf entstehen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen an einem Teil der Pflastersteine Schäden, die eine Wiederverwendung nicht mehr zulassen. Folge: Das fehlende Pflastermaterial muss (soweit noch verfügbar/produzierbar) besorgt/geliefert werden. Dies kann zu Verzögerungen im Bauablauf bzw. in der Oberflächenwiederherstellung führen. |
| 4. | Im Falle asphaltierter Gehwegflächen oder bei Querungen asphaltierter Straßen wird die niveaugleiche Oberflächenwiederherstellung mit der eingebrachten grobkörnigen Asphalt-Tragschicht bis zur Höhe der Asphalt-Deckschicht lediglich provisorisch eingebracht. Somit ist die Verkehrsfläche direkt wieder nutzbar und die Verkehrssicherheit ist sofort wieder gewährleistet. |
Eine gesonderte Kolonne der Real-Bau GmbH ist auf die Beseitigung des Asphalt-Provisoriums bzw. Aufbringung der feinporigen Asphalt-Deckschicht spezialisiert und stellt zeitversetzt (kann mehrere Wochen dauern) die feinporige Aspaltdeckschicht final her.
Das vermeintliche Schadens-/Mängelbild der groben (provisorischen) Asphalttragschicht hatte in den letzten Wochen vermehrt zu kritischen Nachfragen geführt.
Diese scheinbar umständlich wirkende Vorgehensweise hat sich jedoch insgesamt bewährt: Zum einen begegnet man damit dem Problem, dass das Asphaltdeckschicht-Material im Bedarfsfall nicht stetig zur Verfügung steht und witterungsbedingt nicht immer eingebaut werden kann. Zum anderen schreitet der Baufortschritt der Glasfaserverlegung mit diesem Verfahren schneller voran.