Der Igel steht seit 2024 auf der Roten Liste. Die Art leidet massiv unter dem Insektensterben, Lebensraumverlust mit aufgeräumten Gärten, fehlenden Hecken und naturfernen Landschaften. Auch die Klimakrise hat negative Auswirkungen auf den Winterschläfer, sowie der Einsatz von Rasenmäher-Robotern.
Aktuell ist die Hauptsaison, in der Igelmütter ihre Jungen zur Welt bringen und auch mit älteren Jungtieren unterwegs sind. In Dämmerung und Dunkelheit wandern sie durch Gärten und überqueren Straßen, da ihre Lebensräume zerschnitten sind und viele Tiere mangels Lebensgrundlagen in den Siedlungsgebieten leben.
Daher meine dringende Bitte: Lassen Sie Rasenmäher-Roboter nur am Tag laufen. Und achten Sie im Straßenverkehr speziell in der Dämmerung und Nachtzeit unbedingt auf die Tiere! Fahren Sie besonders vorsichtig und angepasst.
Hinter einem toten Igel auf der Straße steht oft eine noch viel größere Tragödie. Nicht nur, dass das Muttertier sein Leben verliert. Es laufen auch irgendwo hilflose Jungtiere herum. Sie sind teils noch von Muttermilch abhängig, haben nicht gelernt, sich selbst zu versorgen und verhungern qualvoll.
Jüngstes Beispiel: Auf der Wormser Straße in Bodenheim wurde in der Nacht zum 19.07. ein Igel überfahren; die Jungtiere flüchteten offenbar über die Bahnhofstraße in die Albansgasse in einen Hof. Sie wurden zum Glück von einer aufmerksamen Anwohnerin entdeckt. Ein Jung-Igel war enorm geschwächt und musste ins Tierheim. Die weiteren vier Tiere sind kräftiger, können schon feste Nahrung aufnehmen und werden jetzt gepäppelt.
Die Igel brauchen daher unsere Hilfe!
Wenn Sie darüber hinaus noch mehr für die stacheligen und doch so verletzlichen Tiere tun möchten, gibt es einfache Möglichkeiten.
Mehr Infos gibt’s über meine Igel-Hotline, die ich am 12.08. von 16:00 Uhr bis 19:30 Uhr anbiete.