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Nachrichtenblatt der Verbandsgemeinde Bodenheim
Ausgabe 6/2021
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Hochwasser - Merkblatt für Bewohnerinnen und Bewohner gefährdeter Gebiete

Dieses Merkblatt soll im Falle von drohendem Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung für Vorsorge- und Schutzmaßnahmen bieten. Es soll dabei unterstützen, das Ausmaß von Hochwasserschäden zu begrenzen. Wir empfehlen daher, dieses Merkblatt so aufzubewahren, dass es jederzeit greifbar ist und Informationen bei Hochwassergefahr rechtzeitig verfügbar sind.

1. Hochwasserinformationen

Die aktuellen Hochwassermeldungen erfolgen

bei MARKE 1 (550 cm) - 2 x täglich um 7.00 Uhr und 12.00 Uhr (ohne Rundfunk)

bei MARKE 2 (650 cm) - stündlich von 7.00 Uhr bis 21.00 Uhr (mit Rundfunk)

bei MARKE 3 (700 cm) - stündlich von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr (mit Rundfunk)

über folgende Informationswege:

Telefonabfrage

Tel.-Nr. 06131/19429 Automatische Pegelansage Pegel Mainz

Videotext des Fernsehens

Südwesttext auf Seite 801, differenziert nach Flussgebieten

Internet

www.hochwasser-rlp.de

Apps

  • Meine Pegel
  • Warnwetter
  • KATWARN
  • NINA

Rundfunk

Der Hochwasserlagebericht, Vorhersagen und aktualisierte Wasserstände mit Tendenzen werden in den regionalen Rundfunkprogrammen des Südwestrundfunks SWR 1 und 4, SWR Info und Radio RPR stündlich verlesen.

2. Neubürger

Neubürgerinnen oder Neubürgern in einem hochwassergefährdeten Gebiet, die zum ersten Mal mit Hochwasser zu tun haben, empfehlen wir Informationen alteingesessener Bewohner zu nutzen.

3. Grundausrüstung

Eine rechtzeitige, eigene persönliche Grundausrüstung ist wichtig. Folgende

Gegenstände sollten vorhanden sein:

  • Netzunabhängiges Rundfunkgerät
  • Netzunabhängige Beleuchtung
  • Netzunabhängige Kochstelle
  • Hausapotheke
  • Gummistiefel oder Wathosen
  • Tauchpumpe mit FI-Schutzschalter

Die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen benötigen ihre Ausrüstung selbst und können diese nicht verleihen!

Eine rechtzeitige Vorsorge für eine etwaige Räumung von Wohnraum, z.B. wegen Evakuierung ist ratsam. Die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter

http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-

Notfallvorsorge/Notgepaeck/notgepaeck.html

geben Orientierung bei der Zusammenstellung von Notfallgepäck.

4. Wasserstandsmerkmale

Aktuelle Wasserstände notieren und Festlegung wichtiger Bezugspunkte an z.B.

Bauwerken.

5. Kranke und pflegebedürftige Personen

Es sollte rechtzeitig dafür gesorgt werden, dass kranke und pflegebedürftige Personen möglichst außerhalb des hochwassergefährdeten Bereiches untergebracht werden. Ist dies nicht möglich, rechtzeitige Meldung bei Ihrer Gemeindeverwaltung; sofern diese nicht erreichbar ist, bei den Hilfsorganisationen, damit ärztliche Versorgung und medizinische Betreuung aufrechterhalten werden können.

Die Hilfsorganisationen sind im Katastrophenfall nur in medizinisch zwingend notwendigen Fällen verfügbar!

6. Räumen von Kellerräumen

Keller, Garagen und tiefer liegende Räume sind früh genug zu räumen. Bei der Räumung darauf achten, dass nicht mehrmals das gleiche Mobiliar in die Hand genommen werden muss. Die Feuerwehr kann hierbei nur in Ausnahmefällen helfen.

Maßnahmen zum Eigenschutz/der Eigentumssicherung auch während der Hochwasserperioden fortsetzen; erforderlichenfalls Urlaub nehmen und sich nicht auf andere verlassen. Nach Möglichkeit Nachbarschaftshilfe leisten.

7. Stromversorgung

Strom in von Überflutung bedrohten Räumen abschalten. Notbeleuchtung vorsehen.

Vereinbarung mit Nachbarn treffen, für den Fall, dass das Telefon ausfällt.

8. Heizungsanlage

Heizungsanlage schützen. Brenner, Thermen usw. rechtzeitig ausbauen. Zu beachten ist, dass die örtlichen Heizungsinstallateure bei drohendem Hochwasser viel zu tun haben.

9. Sicherung von Öltanks

Öltanks sichern, z.B. durch Verankern. Rechtzeitig alle Tanks auffüllen, damit diese bei steigendem Wasser nicht hochgedrückt werden. Behälter mit Altöl, Säuren, Farben, Lacken usw. aus hochwassergefährdeten Räumen rechtzeitig entfernen. Öl und andere Stoffe verunreinigen nicht nur das Wasser und eigene Räume, sondern auch die gesamte Umgebung. Wenn solche Stoffe austreten, umgehend die Feuerwehr verständigen. Jede Zeitverzögerung verschlimmert den Schaden um ein

Vielfaches.

10. Kraftfahrzeuge

Pkw und sonstige Fahrzeuge weiträumig aus dem hochwassergefährdeten Gebiet fahren. Frühzeitig erkunden, wo eigene Fahrzeuge abgestellt werden können.

Absperrungen und Halteverbote in gefährdeten Bereichen sind genauestens zu beachten.