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Binger R(h)einschau - Mitteilungsblatt mit den Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Bingen
Ausgabe 21/2026
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Freundeskreis Historisches Museum am Strom Hildegard von Bingen e.V. - Rasende Herzen, fliegende Finger: Klangzauber im Museum: Das 10. Konzert im Museum am Strom

Gemeinsames Foto nach dem Konzert: Die jungen Pianistinnen und Pianisten mit ihren Ausbildern und Förderern.

 

Das Herz rast mit bei der „Wilden Jagd“ und findet erst wieder Ruhe beim sanften Plätschern des Meerwassers an der Barke – die Gäste des 10. Konzerts der Reihe Musik im Museum erlebten einen Abend voller Emotionen.

Dieses 10. Konzert am 03. Mai war wirklich außergewöhnlich. Zugegeben, das waren andere Abende der Reihe auch – aber dieser war extrem hochklassig: Fünf Schülerinnen und Schüler des Meisterkurses von Prof. Bernd Goetzke, von der Hochschule für Musik in Mainz und der Gradus International Piano Academy haben am Flügel des Museums gespielt: jung, leidenschaftlich, hochbegabt – und offensichtlich ausgestattet mit mehr als zehn Fingern, denn eine andere Erklärung für das Tempo lässt sich nicht finden.

Das Museum fasst nur ein kleines Publikum; der Abstand zwischen Musikern und Zuhörern ist gering, und so lässt sich das Spiel aus nächster Nähe bestaunen: Hände fliegen von Bass zu Diskant, Arme kreuzen sich dabei elegant, Finger tanzen im schönsten Trab – so schnell, dass das Auge kaum folgen kann. Und doch sitzt jeder Ton an der richtigen Stelle und mit genau der richtigen Intensität.

Die fünf jungen Musikerinnen und Musiker begeisterten technisch ebenso wie mit ihrer unverkrampften Art zu spielen. Zum Flügel gehen, verbeugen, hinsetzen und mit dieser Abwärtsbewegung des Körpers losspielen. So machte es Florian Albrecht bei Liszts „Wilder Jagd“.

Großartig auch die anderen Beiträge: Zeyu Shen überzeugte mit seinem Mozart, Kewen Wang entführte mit Medtners „Märchen“, Thenhua Jing ließ mit Maurice Ravel Meeresklänge aufleben, und Sunah Kim begeisterte furios mit Liszts „Fantasia quasi Sonata“.

Die Spenden des Abends gingen je zur Hälfte an den Freundeskreis des Museums sowie an die Musikakademie Gradus. Insgesamt kamen 1 100 Euro zusammen.