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Binger R(h)einschau - Mitteilungsblatt mit den Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Bingen
Ausgabe 21/2026
Fraktionsseiten Verantwortlich: V.i.S.d.P.
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Das Heilig-Geist-Hospital ist für Bevölkerung im Landkreis Mainz Bingen unverzichtbar.

Unsere Bevölkerung wird älter und weniger mobil. Mit jeder Krankenhausschließung werden Wege länger. Jeder zusätzliche Kilometer, jede zusätzliche Minute verschlechtert im Notfall die Überlebenschancen und kann Menschenleben kosten.

Die Stadt Bingen und der Landkreis Mainz-Bingen sind mit einer dauerhaften finanziellen Unterstützung überfordert.

Vor der Landtagswahl wurden von politischer Seite – unter anderem von Gordon Schnieder – zusätzliche Mittel und stärkeres Engagement für den Erhalt der Krankenhauslandschaft gefordert. Nach der Wahl ist davon keine Rede mehr.

Die Landesregierung muss nun eiligst Mittel aus dem vorgesehenen Landesfonds sowie aus dem Krankenhaus-Investitionsprogramm bereitstellen, um den Bestand des HGH zu sichern. Es geht um die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort und die Mitarbeiter.

Im Landkreis Mainz-Bingen droht nach Oberwesel und Ingelheim nun auch der Verlust des letzten Krankenhauses.

Gleichzeitig wurden vor wenigen Jahren erhebliche Mittel in Verwaltungsgebäude investiert:

– rund 20 Millionen Euro für den Neubau des Gesundheitsamtes in Mainz,

– rund 43 Millionen Euro für ein neues Dienstgebäude der Kreisverwaltung in Ingelheim.

Das sind legitime Investitionen. Aber sie werfen eine berechtigte Frage auf:

Welche Priorität hat die unmittelbare medizinische Versorgung unserer Bevölkerung?

Sollte das Heilig-Geist-Hospital geschlossen oder deutlich verkleinert werden, hätte dies nicht nur erhebliche finanzielle Auswirkungen auf den Landkreis und die Stadt Bingen. Auch die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung würde nachhaltig geschwächt.

Wir brauchen deshalb jetzt klare und verbindliche Zusagen der Landesregierung sowie der sie tragenden politischen Kräfte.

(V.i.S.d.P. Norbert Schwarz)