Abschließend stellten sich die Verantwortlichen der Triennale zum Gruppenbild. Mit dabei: Maria Gleichmann-Pieroth (2. v. li.) Kuno Piroth (am Rednerpult) und der Binger Oberbürgermeister Thomas Feser (vorne, blauer Anzug). Foto: Stadt Bingen / Markus Hembes
Zahlreiche Gäste, darunter auch Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, waren der Einladung der Gerda & Kuno Pieroth Stiftung gefolgt und nahmen am Samstag an der feierlichen Eröffnung der siebten Skulpturen-Triennale in Bingen am Rhein teil.
Seit ihrer Premiere im Jahr 2008 – dem Jahr der Landesgartenschau in Bingen – ist die Skulpturen-Triennale zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt geworden. Oberbürgermeister Thomas Feser hob in seiner Eröffnungsrede die besondere Qualität des Formats hervor: „Was die Skulpturen-Triennale so besonders macht, ist ihre Offenheit. Die Ausstellung kostet keinen Eintritt, ist barrierefrei zugänglich und damit so niedrigschwellig wie nur möglich. Die Kunst kommt zu den Menschen – ob sie danach suchen oder nicht.“ Wer spazieren gehe, begegne ihr einfach.
Die Triennale spreche dabei nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Stadt an, so der Oberbürgermeister, sondern ziehe Tagesausflügler und Touristen aus der Region, aus ganz Deutschland und darüber hinaus ans Kulturufer. „Die Triennale ist längst eine Einladung an die Welt – und die Welt nimmt sie gerne an.“
Herzlicher Dank an Stiftung und alle Beteiligten
Ausdrücklich dankte Oberbürgermeister Thomas Feser der Gerda & Kuno Pieroth Stiftung, die die Triennale seit ihren Anfängen trägt und finanziert, namentlich Kuno Pieroth und Maria Gleichmann-Pieroth: „Ohne Ihre Liebe zur Kunst, Ihre Großzügigkeit und Ihren langen Atem gäbe es diese Triennale nicht. Was Sie geleistet haben – und auch weiterhin leisten – zeugt von wahrer Leidenschaft: für die Kunst, aber auch für unsere Stadt.“
Motto mit Gegenwartsbezug: „Verbindung und Zusammenhalt"
Das Motto der diesjährigen Ausgabe lautet „Verbindung und Zusammenhalt“ – ein Thema, das das Binger Stadtoberhaupt ausdrücklich als zeitgemäß bezeichnete: „Wir leben in einer Zeit großer Unsicherheiten, in der vieles auseinanderdriftet: politisch, gesellschaftlich, menschlich. Und genau deshalb ist es so wichtig innezuhalten und zu fragen: Was hält uns zusammen? Was verbindet uns?“
Rund 20 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke entlang des Rheinufers sowie an ausgewählten Orten der Binger Innenstadt.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Sara Bernshausen und Lutz Driever, denen Oberbürgermeister Feser besonders dankte: „Sie haben aus dem Thema eine Ausstellung gemacht, die berührt und verbindet – im besten Sinne des Wortes.“
Neue Akzente: Nachwuchsförderung und internationale Solidarität
Die siebte Ausgabe der Triennale setzt in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe. Erstmals kommt ein eigens eingerichtetes Förderprogramm für junge Kunstschaffende zum Einsatz: Max Brück, BA Sela und Emilia Neumann aus der Rhein-Main-Region erhielten die Möglichkeit, eigens für Bingen neue Werke zu realisieren. Oberbürgermeister Thomas Feser bezeichnete dies als „Nachwuchsförderung in ihrer schönsten Form.“
Ebenfalls erstmals dabei ist die Kunsthochschule Mainz mit einer Studierendengruppe, die unter dem Titel „Wir bleiben in Verbindung“ partizipative Projekte entwickelt hat.
Als besonderes Zeichen internationaler Solidarität nimmt der ukrainische Künstler Sasha Kurmaz an der Triennale teil. Er ist im Rahmen des „Artist-at-Risk“-Programms der Künstlerresidenz Schloss Balmoral zu Gast und präsentiert sein Werk als lebendigen Ausdruck gelebten Zusammenhalts über Grenzen hinweg. Oberbürgermeister Feser resümierte: „Verbindung und Zusammenhalt ist hier keine bloße Überschrift – das ist gelebte Realität.“
Dank ausgesprochen wurde zudem dem gesamten Organisationsteam, allen Partnerinnen und Partnern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die die Ausstellung zum Leben erwecken.
Auch Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck sowie die beiden Kuratoren fanden passende Worte und hob die Tradition der Triennale sowie das Engagement der Familie Pieroth hervor.
Für Maria Gleichmann-Piroth und Kuno Pieroth waren es in besonders bewegende Momente – und wer die beiden kennt, weiß, welche Bedeutung die Binger Skulpturen-Triennale für sie hat – und dass man sie in den kommenden Wochen oftmals am Kulturufer treffen wird.
Praktische Informationen
Die siebte Skulpturen-Triennale Bingen ist täglich bis zum 4. Oktober 2026 geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung barrierefrei zugänglich. Die Werke sind entlang des Kulturufers am Rhein im Stadtgebiet Bingen am Rhein zu erleben.
Weitere Infos unter: https://skulpturen-bingen.de.