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Binger R(h)einschau - Mitteilungsblatt mit den Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Bingen
Ausgabe 25/2026
Aus den Vereinen
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Erzählmuseum des Schiffervereins: Der Rhein – Grenze oder Verbindung?

Am UNESCO-Welterbetag 2026 „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ und der Skulpturen-Triennale „Verbindung und Zusammenhalt“ gab es von den vier Binger Rheinmuseen Stellwerk, Museum am Strom, Lotsenmuseum und Alter Kran mehrere Veranstaltungen. Der Binger Schifferverein beleuchtete die vielschichtige Geschichte des Rheins als Trennlinie und verbindendes Element mit einem „Erzählmuseum“ zum Thema „Der Rhein – Grenze oder Verbindung?“

In der römischen Zeit war der Rhein als Frigora Rheni die Grenze zur Barbarei. „Drüben lebte man noch in Laubhütten – in Bingen hatte man schon geheizte Badezimmer“, soll ein Binger Studienrat gesagt haben. Damals wurde der Rhein zur Völkermühle, was unsere Museen zeigen.

Mit den römischen Schiffen wurde er zum Handels- und später Kommunikationsstrom, der Karl den Großen und Hildegard aus dem Hinterland an den Rhein zog. In den Kriegen der Neuzeit wurde er wieder Grenze – so spiegelt der Rhein die Geschichte Europas wider.

Mit vielen Windungen wurde er schließlich zu einem Symbol der Zusammenarbeit. Der Traum von Victor Hugo von einem „europäischen Fluss“ wurde Realität, etwa durch die internationale Rheinkommission als älteste noch existierende internationale Organisation.

Der Rhein trägt zu Frieden und Verständigung bei. Carl Zuckmayer schrieb „Vom Rhein - das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse.“ Sind wir stolz darauf.“