Abegg-Stiftung, Inv. Nr. 5257, Foto: Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg, 2019, (Christoph von Viràg)
Zahlreiche Besucher machen sich auf den Weg, um die Orte, an denen Hildegard von Bingen gelebt und gearbeitet hat, aufzusuchen. Was ist aus ihrer Zeit erhalten geblieben, kann besichtigt werden? Drei Vorträge widmen sich in nächster Zeit diesem Thema.
Im Rupertsberger Gewölbe zeigt ein Faksimile einer Abschrift des „Scivias“, welche kostbaren Werke im Skriptorium des Klosters Rupertsberg entstanden sind. Das Original verschwand im 2. Weltkrieg aus einem Banktresor in Dresden, wo es eigentlich sicher aufbewahrt werden sollte. Der gleichzeitig dort gelagerte umfangreichere „Riesencodex“ befindet sich heute sicher in Wiesbaden. Am Mittwoch, 04.03.2026, 18:30 Uhr zeigt Dr. Christiane Heinemann in der Abtei St. Hildegard den Schicksalsweg beider Bücher auf.
Im Musée Royale in Brüssel kann man ein wertvolles „Antependium“ besichtigen, das ca. 50 Jahre nach Hildegards Tod auf dem Rupertsberg entstanden ist. Was es damit auf sich hat, wird Klaus Peper am Mittwoch, 22.04.2026, 19:00 Uhr in einem Vortrag in der Villa Rupertsberg erläutern.
Bereits am Donnerstag, 26.02.2026, 19:00 Uhr beschäftigt sich Prof. Dr. Manfred Psiorz, der Brudermeister der Binger St. Rochusbruderschaft, mit einem weiteren spannenden Gegenstand aus dem Mittelalter, einer „Krone“. Bis zur französischen Revolution wurden in Trier die Krone und der Schleier der heiligen Hildegard von Bingen aufbewahrt. Seither waren diese Utensilien verschwunden. 1999 wurde eine mittelalterliche Kappe aus französischem Privatbesitz versteigert. Handelt es sich hierbei um die verschollene Krone der heiligen Hildegard?