Das ZWOZWO als Angelpunkt für Veranstaltungen im Stadtteil (Archivbild).
Wenn an einem Vormittag ein Sprachcafé läuft, am Nachmittag ein Kursangebot startet und am Abend ein Verein tagt, dann ist das kein Ausnahmezustand, sondern Alltag im ZWOZWO. Das Stadtteilzentrum mitten in Bingerbrück hat sich auch 2025 als gern genutzter Ort für Begegnung, Engagement und Veranstaltungen erwiesen. Aktuelle Zahlen zur Raumauslastung zeigen deutlich: Das Haus ist nicht mehr wegzudenken.
Oberbürgermeister Thomas Feser fasst die Auslastung zusammen: „Die Zahlen sprechen für sich: Für mehr als 900 Veranstaltungen wurde das Stadtteilzentrum im vergangenen Jahr genutzt. Rund hundert der Termine entfielen auf private Feiern wie Geburtstage oder Taufen. Der überwiegende Teil der Nutzung kam von Vereinen, ehrenamtlich Engagierten, Initiativen und gewerblichen Anbietern. Ergänzt wurde das Programm durch über 100 Veranstaltungen der Stadt Bingen, etwa aus den Bereichen Sozialarbeit, Bildung oder Klimadialog. Mehr als 20 Gruppen nutzten das ZWOZWO regelmäßig mindestens einmal im Monat, darunter Vereine, Selbsthilfegruppen, soziale Initiativen, Bildungsangebote und Beratungsformate.“
Die Gesamtauslastung der fünf buchbaren Räume lag im vergangenen Jahr bei 51 Prozent. Besonders hohe Nachfrage bestand in den Monaten Februar und März mit jeweils rund 67 Prozent sowie der Dezember mit über 60 Prozent. Die beiden großen Veranstaltungsräume Café ZWOZWO und Selma-Herz-Saal, erreichten im Jahresdurchschnitt eine Auslastung von 71,6 Prozent. Allein im Café ZWOZWO wurden 268 Veranstaltungen von 74 unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen durchgeführt. Im Selma-Herz-Saal fanden 245 Veranstaltungen von 71 verschiedenen Nutzenden statt. Im November war der Selma-Herz-Saal sogar vollständig belegt. Unter der Woche werden die Räume häufiger genutzt als an den Wochenenden, insbesondere montags, mittwochs und donnerstags. Auch die drei Multifunktionsräume sind stark gefragt, vor allem für regelmäßige Treffen, Kurse und kleinere Formate.
Hat sich die Auslastung von 2023 bis 2024 noch deutlich erhöht, liegen die Jahre 2024 und 2025 etwa gleich auf. Und das, obwohl im letzten Jahr durch die Eröffnung des Familienzentrums weitere Räume für soziale Zwecke im Stadtteil dazukamen. Entsprechend der programmatischen Schwerpunkte beider Häuser sind einzelne Angebote daher vom ZWOZWO ins Familienzentrum umgezogen, wie zum Beispiel die Beratung des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter. Zugleich gibt es im ZWOZWO wiederum neue Dauernutzer, darunter der frisch gegründete Spieletreff „Hobbingen Brawler Table Top“.
„Die Zahlen zeigen sehr klar, dass das ZWOZWO fest im Stadtteil verankert ist“, sagt Quartiersmanagerin Kristina Speichert. „Gleichzeitig machen sie sichtbar, wie viel Koordination und Abstimmung nötig sind, um diesen Betrieb zuverlässig zu organisieren.“ Der laufende Betrieb wird von einem Team aus Quartiersmanagement, Kümmerin des ZWOZWO und der Stadtverwaltung Bingen koordiniert. Dabei braucht es auch einen regelmäßigen Austausch über die vielen Stellschrauben des Raum-managements, um auf sich ändernde Bedarfe einzugehen. So wurden zuletzt im Sommer 2025 erneut Regelanpassungen für die Raumbuchungen vorgenommen und in der Stadtteilzeitung „Neues aus Kaltnaggisch“ veröffentlicht.
Im Januar dieses Jahres lud das Quartiersmanagement erneut zu einem Nutzertreffen ins ZWOZWO ein. Bei Snacks und Getränken konnten alle Interessierten loswerden, was ihrer Meinung nach im Stadtteilzentrum gut oder weniger gut läuft. Das Ergebnis: Ehrlicher Austausch, Lob und Konstruktivität, wo es noch Lösungen zu finden gilt. Das ist es auch, was das ZWOZWO als zentralen Ort für Begegnung, Engagement und Zusammenhalt in Bingerbrück ausmacht. Auf ein weiteres Jahr mit prallem Terminkalender und allerhand Potenzial für Neues!
Hinweis zu privaten Buchungen:
Seit Juli 2025 gilt für private Nutzungen: Stornierungen sind weiterhin bis zwei Tage vor dem gebuchten Termin möglich per E-Mail an zwozwo@bingen.de. Aufgrund des Mehraufwands wird eine Gebühr von 30 € erhoben. Die Musik- und Tonanlage sowie das Bühnenlicht können für eine Gebühr von 25€ genutzt werden. Von einer Kaution wird weiterhin abgesehen.