Die archäologische Sammlung des Museums am Strom geht überwiegend auf bedeutsame Funde aus über 150 römischen Gräbern zurück und ermöglicht einen Streifzug durch das Alltagsleben vor 2000 Jahren. Weltweit einmalig ist ein Grabfund, der im Sommer 1925 beim Ausbau einer Straße unterhalb der Burg Klopp entdeckt wurde: ein vollständiges römisches Chirurgenbesteck. In dem Urnengrab befand sich eine große Bronzeschüssel mit 66 Gegenständen aus dem Besitz eines verstorbenen Mediziners.
Die Führung am Sonntag, 1. März, 11:15 Uhr, vermittelt einen Überblick über den medizinischen Wissensstand und die Behandlungsmethoden eines römischen Chirurgen im 2. Jahrhundert nach Christus. Neu in der Ausstellung ist eine Gegenüberstellung antiker und moderner Instrumente. Sie verdeutlicht, dass spezifische chirurgische Werkzeuge wie Skalpelle, Wundhaken oder Knochenheber, die in der römischen Kaiserzeit dem Mediziner zur Verfügung standen, auch heute noch in den Besteckkasten eines jeden Chirurgen gehören.
Eintritt 6,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro.
Weitere Informationen: Museum am Strom, Museumstraße 3, 55411 Bingen am Rhein, Tel. 06721-184-353, museum-am-strom@bingen.de.