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Amtsblatt VG Sprendlingen-Gensingen
Ausgabe 2/2026
Amtlicher Teil
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Wechsel der Zuständigkeit: Abwasserzweckverband Unterer Wiesbach wird aufgelöst

Zum Jahresende 2025 wurde der Abwasserzweckverband (AZV) Unterer Wiesbach aufgelöst. Entsprechende Beschlüsse zur Auflösung und der Übernahme der Aufgaben ab dem 1. Januar 2026 durch die Verbandsgemeindewerke AöR fassten der Verbandsgemeinderat Sprendlingen-Gensingen sowie die Verwaltungsräte des AZV und der VG-Werke. Als formell letzten Schritt unterzeichneten AZV-Verbandsvorsteher Manfred Scherer und VG-Werke-Vorstand André Kleinhans Ende 2025 den notariellen Kaufvertrag. Mit der Unterzeichnung übernehmen die Verbandsgemeindewerke Sprendlingen-Gensingen AöR nicht nur die Aufgaben des AZV, sondern auch dessen Einrichtungen. Hierzu zählt insbesondere die Kläranlage ARANT bei Grolsheim.

„Ich freue mich sehr, dass wir noch vor dem Jahreswechsel alle notwendigen Schritte gehen konnten, um die Auflösung des AZV final umzusetzen“, erläutert Manfred Scherer. Ihm sei es ein Anliegen gewesen, mit diesem Schritt eine weitere Verschlankung der Prozesse zu ermöglichen und Doppelstrukturen abzubauen. „Durch die Konzentration der Aufgabe der Abwasserentsorgung auf eine Organisationseinheit können insbesondere im personellen Bereich, aber auch im Administrativen Synergien erreicht werden – sei es durch vereinfachte Vertretungsregelungen bei Personalausfällen oder durch den Wegfall des Overheads des AZV“.

Denn AZV und Verbandsgemeindewerke AöR übernahmen bisher jeweils für Teilbereich der Verbandsgemeinde die Abwasserentsorgung, der AZV zudem auch die die Binger Stadtteile Sponsheim und Dromersheim sowie die Ortsgemeinde Biebelsheim (VG Bad Kreuznach). „Die Abwasserentsorgung wird nun nahezu im gesamten VG-Gebiet durch die Verbandsgemeindewerke sichergestellt“, bemerkt dazu der Werkevorstand. Auch die Entsorgung der beiden Binger Stadtteile und der Ortsgemeinde Biebelsheim werde weiterhin in bewährter Form fortgesetzt, „nur eben unter der Flagge der Verbandsgemeindewerke“.

Insgesamt, versichern Scherer und Kleinhans, werde sich durch die Auflösung des AZV und der Übernahme der Anlagen durch die VG-Werke für die Menschen in der Verbandsgemeinde hinsichtlich der Abwasserentsorgung nichts ändern. „Hier läuft alles seinen gewohnten Gang“. Jedoch – und dies sei natürlich das Ziel – werde durch die verschlankten Strukturen noch effizienter gewirtschaftet und zudem die Zuständigkeit zur Abwasserentsorgung der angebundenen Ortsgemeinden und Stadtteile auf eine Organisation hin fokussiert.