Gleich zwei Projekte standen in Badenheim im Mittelpunkt: Gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern wurde der neue Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Badenheim und Pleitersheim gefeiert. Außerdem wurde der neue Multicourt auf dem Badenheimer Sportgelände offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Der rund 900 Meter lange Radweg zwischen Badenheim und Pleitersheim schafft eine sichere Verbindung zwischen den beiden Ortsgemeinden und schließt zugleich eine Lücke im regionalen Radwegenetz. Dabei überschreitet das Projekt gleich mehrere kommunale Grenzen: Es verbindet die Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen und Bad Kreuznach sowie die Landkreise Mainz-Bingen und Bad Kreuznach.
Gemeinsam mit den beiden Ortsbürgermeistern Jan Ott und Bodo Ehrhardt und zahlreichen Gästen aus beiden Gemeinden wurde die neue Verbindung bei einem kleinen Umtrunk gefeiert. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten dabei passenderweise direkt das Fahrrad für die Anreise.
„Dieser Radweg verbindet weit mehr als zwei Orte. Er zeigt, dass gute kommunale Zusammenarbeit nicht an Gemeinde-, Verbandsgemeinde- oder Kreisgrenzen enden darf. Entscheidend ist, dass am Ende etwas entsteht, das den Menschen vor Ort einen ganz konkreten Mehrwert bringt“, betonte Bürgermeister Oliver Wernersbach und Ortsbürgermeister Jan Ott.
Zum gleichen Tag wurde in Badenheim der neue Multicourt am Sportgelände offiziell eingeweiht. Das multifunktionale, eingefasste Spielfeld erweitert das vorhandene Sport- und Freizeitangebot und bietet insbesondere Kindern und Jugendlichen zusätzliche Möglichkeiten für Fußball, Basketball und weitere Sportarten.
Eine Besonderheit des rund 145.000 Euro umfassenden Projektes ist seine Entstehungsgeschichte. Die ursprüngliche Idee kam aus den Reihen der Jugendlichen. Die Ortsgemeinde griff den Impuls auf und entwickelte ihn gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten weiter. Neben Ortsbürgermeister Jan Ott engagierten sich unter anderem der damalige Beigeordnete Stefan Luft sowie Michael Burgund. Durch einen Spendenlauf, die Unterstützung von Gewerbebetrieben und Fördermittel konnte ein erheblicher Teil der Finanzierung außerhalb des kommunalen Haushaltes ermöglicht werden. Darüber hinaus trugen Hans Friedrich Kitzer und Martin Meyer mit Eigenleistungen im Gegenwert eines fünfstelligen Betrages ebenfalls nicht unerheblich zur Realisierung des Projekts bei.
Auch die SG 1920 Badenheim e. V. bringt sich in das Projekt ein. Der Verein um seinen 1. Vorsitzenden Marco Schömel wird Verantwortung für die weitere Nutzung und Betreuung des Platzes übernehmen. Die SG engagiert sich seit vielen Jahren insbesondere für die Nachwuchsarbeit und kooperiert dabei auch mit Vereinen aus den umliegenden Gemeinden und möchte den Platz auch im vereinssport mit Leben füllen.
Ortsbürgermeister Jan Ott zeigte sich stolz auf das neue Angebot und dankte insbesondere den beteiligten Vereinen, den engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen und allen weiteren Unterstützern, die zur Umsetzung beigetragen haben.
Bürgermeister Oliver Wernersbach hob insbesondere die gemeinschaftliche Entstehung des Projektes hervor:
„Für mich ist dieser Platz ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Kommunalpolitik und bürgerschaftliches Engagement funktionieren können. Eine Idee kommt von jungen Menschen, eine Gemeinde greift sie auf, Vereine, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ziehen mit und gemeinsam wird aus einer Idee Wirklichkeit. Gerade wenn die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen begrenzt sind, brauchen wir genau dieses Miteinander. Denn nicht jeder Einzelne kann alles schaffen, aber gemeinsam können wir sehr viel möglich machen.“
Mit dem neuen Radweg und dem Multicourt wurden damit zwei Projekte gefeiert, die trotz ihrer unterschiedlichen Ausrichtung eines gemeinsam haben: Sie schaffen neue Verbindungen, stärken das Miteinander und erhöhen die Lebensqualität vor Ort.