Stolpersteinverlegung in Hamm am Rhein
Stolpersteinverlegung in Eich
In ganz Europa erinnern Menschen an vielen Orten an die Opfer des Nationalsozialismus. Ein besonders eindrucksvoller Teil dieser Erinnerungskultur sind die sogenannten Stolpersteine. Sie holen die Geschichte zurück in den Alltag. Dorthin, wo sie einst geschah.
Jeder dieser Steine ist einem einzelnen Menschen gewidmet. Sie erinnern an jüdische Bürgerinnen und Bürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Die kleinen Messingtafeln sind in den Gehweg eingelassen, meist vor den letzten freiwillig gewählten Wohnorten der Opfer. Sie tragen Namen, Geburtsjahr sowie Informationen über Deportation und Schicksal. So geben sie den Menschen, die vertrieben oder deren Leben ausgelöscht wurde, symbolisch ihren Platz im öffentlichen Gedächtnis zurück.
Das europaweite Projekt wurde von dem Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Mittlerweile hat er weit über 100.000 Stolpersteine verlegt und wurde für sein Engagement unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Steine (mit einer Kantenlänge von 96 Millimetern) sind bewusst so gestaltet, dass Passanten im übertragenen Sinne darüber „stolpern“ und innehalten und werden dabei in der Regel von ihm selbst verlegt.
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