• Spatenstich für die Neugestaltung der B9 in Bingerbrück
• Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen in der Koblenzer Straße werden gemeinsam gelegt
• Die Arbeiten sind im Januar 2026 gestartet und dauern voraussichtlich bis Mitte 2027
Mit dem offiziellen Spatenstich am 19. Februar 2026 beginnt die umfassende Modernisierung der Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasserinfrastruktur entlang der B9/Koblenzer Straße in Bingerbrück. Oberbürgermeister Thomas Feser, Bürgermeister Ulrich Mönch, Verbandsvorsteher und Bürgermeister Michael Cyfka, Heiko Jäger, Teamleiter Netzplanung bei Westnetz, Melanie Dindorf und Marco Umlauf, Geschäftsführung der Netzgesellschaft Bingen Energie Zukunft, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner gaben gemeinsam das Baufeld für die Bauarbeiten im Untergrund frei.
Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise mit einer halbseitigen Sperrung. Der Straßenverkehr wird durch eine Ampel geregelt. Über den Baufortschritt und notwendige Einschränkungen wird regelmäßig über die bekannten Kanäle sowie über den neuen digitalen Baustelleninformationsservice infraMessage informiert.
Den Auftakt zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt bildet die Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur durch die lokalen Ver- und Entsorgungsunternehmen. In enger Kooperation bündeln die Stadtwerke Bingen, der Verteilnetzbetreiber Westnetz und der Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle ihre Ressourcen, um auf rund einem Kilometer in der Koblenzer Straße und der Straße Am Rupertsberg die Leitungsnetze für Wasser, Strom, Gas und Abwasser umfassend zu sanieren, neu zu strukturieren und technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
Diese Maßnahmen schaffen die notwendige Grundlage für die anschließende Straßenerneuerung und stehen im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf die Bundesgartenschau (BUGA), die als wichtiger Impulsgeber für die bauliche und infrastrukturelle Aufwertung der Stadt dient.
Bereits im Oktober 2025 fanden zwei Informationsveranstaltungen statt, bei denen Gewerbetreibende und Anwohnende durch die beteiligten Versorgungsunternehmen, die Planer und dem Bürgermeister umfassend über die bevorstehenden Maßnahmen informiert wurden. In diesem Rahmen konnten erste Fragen geklärt und Hinweise aus der Bürgerschaft aufgenommen werden.
Durch die enge Abstimmung aller Projektpartner wird eine koordinierte Durchführung der Arbeiten im Untergrund angestrebt, um einen fristgerechten Abschluss zu ermöglichen. Ab 2027 planen der Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die Stadt Bingen die grundlegende Neugestaltung der Ortsdurchfahrt. Dabei sollen Fahrbahnen und Gehwege modernisiert werden, um ein attraktives, einheitliches Straßenbild mit höherer Aufenthaltsqualität zu schaffen. Der geplante Baustart steht jedoch unter dem Vorbehalt einer rechtskräftigen Ausbauplanung; diese befindet sich seit Sommer 2025 im Planfeststellungsverfahren.
Westnetz wird im Auftrag der Netzgesellschaft Bingen Energie Zukunft das Stromnetz erneuern. Im Zuge der Leitungsumlegung und -neulegung werden vorhandene Gashausanschlüsse erneuert. Weiterhin besteht für interessierte Bürgerinnen und Bürger im betroffenen Bereich die Möglichkeit neue Gashausanschlüsse zu bestellen, die dann im Zuge der Baumaßnahme errichtet werden.
Die Ausführung der Baumaßnahme erfolgt durch die Firma Strabag. Die beteiligten Projektpartner – die Stadtwerke Bingen, der Verteilnetzbetreiber Westnetz sowie der Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle – bitten während der Bauphase um Verständnis für notwendige verkehrstechnische Einschränkungen sowie mögliche Beeinträchtigungen in der Ver- und Entsorgung.