Die Sicherheitsbehörden warnen eindringlich vor Anwerbeversuchen von sogenannten „Low-Level-Agenten“ oder „Wegwerf-Agenten“. Bei diesen Versuchen werden Bürgerinnen und Bürger unter anderem über soziale Netzwerke oder MessengerDienste angesprochen und für Spionage- oder Sabotagehandlungen gegen sensible Einrichtungen angeworben. Die Aufträge reichen vom einfachen Auskundschaften (zum Beispiel Foto- und Videoaufnahmen) über Sachbeschädigungen und Drohnenüberflüge bis hin zu Brandstiftungen. Dabei stehen besonders Kritische Infrastrukturen (KRITIS), militärische Standorte und Unternehmen der Rüstungsindustrie im Fokus. „Sogenannte Low-Level-Agenten sind kein Randphänomen, sondern Teil gezielter Strategien fremder Staaten, um unsere Infrastruktur auszuspähen oder zu sabotieren. Wer sich dafür anwerben lässt, ob bewusst oder unbewusst, wird zum Werkzeug gegen die Sicherheit unseres Landes“, sagte Innenminister Michael Ebling. Auch die Standorte bedeutender militärischer Liegenschaften, kritischer Infrastrukturen sowie von Wirtschaftsunternehmen in Rheinland-Pfalz könnten dadurch ins Visier fremder Staaten geraten. Aktuell wird diese Methode vor allem mit Russland in Verbindung gebracht. Low-LevelAgenten, insbesondere junge Personen, werden häufig mit der Aussicht auf schnelle finanzielle Entlohnung rekrutiert. Den Betroffenen ist dabei oft nicht bewusst, im Auftrag und Interesse eines anderen Staates zu handeln. Teilweise wird im Netz auch aktiv für entsprechende Sabotagetätigkeiten geworben, sodass eigeninitiativ Kontakt aufgenommen werden kann.
Für Rheinland-Pfalz steht der Verfassungsschutz unter der Telefonnummer 06131 16- 3773 sowie per E-Mail unter
SPOCHybrid@mdi.rlp.de für Hinweise und Fragen zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Kampagne der Sicherheitsbehörden sind unter
https://www.bka.de/DE/Landingpages/LLA/lla_node.html abrufbar.