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Rhein-Nahe aktuell
Ausgabe 21/2026
Amtliche und öffentliche Bekanntmachungen
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Bericht

über die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt- und Klimaschutz der VG-Verwaltung Rhein-Nahe am Mittwoch, 06.05.2026, 18.30 Uhr, im Sitzungssaal 1 des VG-Rathauses

Vorstellung der Planung hinsichtlich der Gestaltung der Außenanlagen der Grundschule Weiler

Uwe Brogl, Landschaftsarchitekt von brogl+majal, stellte den Ausschussmitgliedern den aktuellen Stand der Planungen zur Gestaltung der Außenanlagen der Grundschule Weiler vor, unterteilt in folgende Planungsbereiche:

Erneuerung der Treppenanlage

Rückbau der Feuerwehrzufahrt

Grünes Klassenzimmer + Rückbau Fundamente

Sitznischen

Lagerhütten

Zusätzliche Spielgeräte

Mini-Fußballspielfeld

Standortgerechte Bepflanzung + Herstellung Traufstreifen

Pflanzung zusätzlicher Bäume + Sträucher

Sitztribünen (Kellergeschoss)

Gegenüber dem Vorentwurf, den Herr Brogl bereits im vergangenen Jahr dem Ausschuss vorgestellt hatte, gab es lediglich zwei Änderungen: die Installation einer Hangrutsche und der Rückbau der Laufbahn, die nicht mehr benötigt wird.

Die gesamten Baukosten für die Gestaltung der Außenanlage, bei der die Landschaftsarchitekten großen Wert auf die Aufenthaltsqualität und biologische Vielfalt bei der Bepflanzung gelegt haben, sind mit 402.000 Euro veranschlagt. 111.500 Euro davon übernimmt die Ortsgemeinde Weiler als 50-prozentigen Anteil an den Kosten für die Positionen Erneuerung Treppenanlage, zusätzliche Spielgeräte, Mini-Fußballspielfeld, zusätzliche Bäume + Sträucher, Hangrutsche sowie Rückbau Laufbahn.

Mitteilungen

Bürgermeister Seemann wies auf die Aktion „Stadtradeln 2026“ hin, an der sich auch die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wieder beteiligen wird. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, aktiv ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen. Der Aktionszeitraum erstreckt sich vom 1. bis 21. Juni. Ziel der Kampagne ist es, innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Teilnehmen können alle, die in der Verbandsgemeinde leben, arbeiten, eine Schule oder einen Kindergarten besuchen oder Mitglied in einem Verein sind. Am Ende des Aktionszeitraums werden engagierte Teams und Einzelleistungen ausgezeichnet.

Zusätzlich dürfen sich alle Teilnehmenden auf eine Verlosung mit attraktiven Preisen freuen. Weitere Informationen gibt es unter www.klimabuendnis.org/ueber-uns/klimabuendnis-services/. Die Anmeldung ist online möglich unter www.stadtradeln.de/vgrhein-nahe. Ausschussmitglied Sarah Wendel regte an, seitens der VG wieder eine Auftakttour zum Stadtradeln zu veranstalten. Klimaschutzmanager Vincent Backhaus und der Bürgermeister sagten zu, dies für 2027 ins Auge zu fassen.

Bauleitplanung der Stadt Rüdesheim am Rhein: Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Solarpark Assmannshausen“; Frühzeitige Beteiligung gemäß § 4 Abs. 1 BauGB und § 3 Abs. 1 BauGB

Bürgermeister Seemann teilte mit, dass die VG-Verwaltung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Assmannshausen“ der Stadt Rüdesheim keine Stellungnahme abgeben wird.

Beratung und Austausch zur kommunalen Wärmeplanung der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe im Hinblick auf das weitere Vorgehen

Nachdem eine kompakte Zusammenfassung der kommunale Wärmeplanung bereits im Rahmen der jüngsten VG-Ratssitzung vorgestellt und diskutiert wurde, wurde nun im Ausschuss das detaillierte, 221 Seiten starke Konzept der „wärmelokal GmbH“ beraten. Bürgermeister Seemann zeigte sich erfreut, dass die VG bereits zwei Jahre vor der von der Bundesregierung vorgegeben Frist eine kommunale Wärmplanung vorlegen kann. Bis zum 30. Juni 2028 müssen alle Städte und Gemeinden in Deutschland eine valide Wärmeplanung abgeschlossen haben. In den kommenden Monaten und Jahren werde sich zeigen, welche Maßnahmen geeignet sind, um innerhalb der VG mit ihren neun Ortsgemeinden und der Stadt Bacharach die Transformation von fossilen zu regenerativen Energieträgern aktiv zu gestalten. Man müsse bei der Bewältigung diese Zukunftsaufgabe offen sein für neue Technologien, aber auch stets betrachten, was in den einzelnen Ortsgemeinden möglich sei und was nicht.

Ausschussmitglied Uwe Kaska regte an, sich als „Best Practice-Beispiel“ das Heizkraftwerk der Verbandsgemeindewerke Simmern-Rheinböllen anzuschauen. Sarah Wendel empfahl einen Blick in die VG Wörrstadt, die mit ihrem Integrierten Vorreiterkonzept auf dem Weg zur Klimaneutralität vorangeht. Patric Berges regte an zu  prüfen, ob das Stollensystem des stillgelegten Bergwerks Amalienhöhe in Waldalgesheim für die Nutzung von Geothermie (Erdwärme) geeignet ist.

Die kommunale Wärmeplanung wird nun in den kommenden Wochen und Monaten auf die Ortsgemeinden und die Stadt Bacharach heruntergebrochen und dort dann beraten, welche Maßnahmen umzusetzen werden können.