Um 1986 entstand die Idee einer Vereinsgründung, um das Leben in der Stadt mit neuen Veranstaltungen zu bereichern. Die Initianten, die im Quartier um das Steeger Tor ansässig waren, trafen sich regelmäßig in der nahen Weinstube „Traube“ bei Doris und Hans-Jürgen Jost. Von Beruf waren sie Bankkaufmann, Bauingenieur, Hotelier, Winzermeister, Unternehmer, Kaufmann. Sie beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um zum Wohl der einheimischen Bevölkerung sowie der zahlreichen Gäste zu wirken. Sie hießen Marijke Stiehl, Heiner Mades, Hans-Jürgen Jost, Dirk Büttner, Frank Conrad, Paul Leininger, Franz Brager. Der neue Verein hatte 35 Mitglieder, als er beim Amtsgericht Bingen als Interessengemeinschaft „Aktives Bacharach e.V.“in das Vereinsregister eingetragen wurde. Dieser offizielle Akt wurde im Juni 1988 vollzogen.
In diesen vergangenen 40 Jahren hat die IG. das Stadtleben wesentlich mitgeprägt. Der Verein hat den Adventsmarkt auf dem Marktplatz über mehr als 25 Jahre sowie Ostermärkte um die Mittelrheinhalle durchgeführt. Organisiert wurden auch Theater- und Musikaufführungen im Rahmen des „Kultursommers Rheinland-Pfalz“ im Posthof und im Rathaus. „Aktives Bacharach“ war auch für den leuchtenden Erntedank-und Adventskranz über dem Marktplatz sowie für die Weihnachtsillumination verantwortlich. Auch die Weihnachtskrippe, die jedes Jahr mit ihren lebensgroßen Figuren von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs auf dem Marktplatz aufgebaut wird, ist eine Spende des Geburtstagskindes.
Aus den Mitglieder Beiträgen konnten auch Zuwendungen zur Unterstützung von großen, für unsere Stadt wesentlichen Unternehmungen gemacht werden: Neuerrichtung der Beleuchtung des Fußwegs zur Burg Stahleck sowie die alljährlichen kulinarischen Sommernächte. So soll es mit den Spenden noch weiter gehen, bis die finanziellen Mittel aufgebraucht sein werden.
Unter den Mitgliedern der ersten Stunde sind Hans-Jürgen und Dirk dem Verein treu geblieben, indem sie vierzig Jahre lang im Vorstand mitgewirkt haben. Rückblickend kann gesagt werden, dass sie die Aufgabe, die sie sich damals gestellt hatten, erfolgreich erfüllt haben.Nun ist es verständlich, dass der Vorstand beschlossen hat, angesichts der schwindenden Mitgliederzahl die Aktivitäten des Vereins allmählich einzustellen.
Der Vorstand wollte auch der Stadt zum Abschied ein Geschenk von bleibendem Wert überlassen. Es handelt sich um eine Rundbank, die an zentraler Stelle um eine Linde bei der KD aufgestellt wird. Sie soll sowohl den Einheimischen wie auch den Besuchern dienen. In einer Versuchsphase wird diese Baumbank maximal 2 Jahre dort stehen, mit der Aussicht dass, sollte sich der Standort bewähren, sie über die Zeit der BUGA hinweg dort bleibt.