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Rhein-Nahe aktuell
Ausgabe 35/2026
Vereinsnachrichten
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Erinnerung braucht Pflege

Reinigung der Stolpersteine Deer Vorstand des Bauverein Wernerkapelle Bacharach in Aktion.

Erinnern. Die Verantwortlichen nahmen sich bewusst Zeit zum Gedenken.

Bauverein Wernerkapelle reinigt Stolpersteine in Bacharach und gedenkt der Opfer

 

 

Der Vorstand des Bauvereins Wernerkapelle Bacharach e. V. hat die fünf in der Bacharacher Altstadt verlegten Stolpersteine gereinigt. Auch die beiden Stolpersteine aus dem Rathaus wurden gesäubert.

 

 

 

Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordet wurden: Antonie Herzberg, Emma Keller, Willi Keller, Heinrich Paff und Maria Catharina Louise Jeiter.

 

Antonie Herzberg (geb. 1862) wurde 1942 nach Theresienstadt und später nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.

Die Geschwister Willi und Emma Keller wurden 1942 deportiert und als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung für tot erklärt.

Heinrich Paff (geb. 1895) wurde im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ am 07.05.1941 in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet.

Maria Catharina Louise Jeiter (geb. 1891) wurde am 29.11.1944 ebenfalls als Euthanasieopfer in Hadamar ermordet.

Zwei weitere Steine erinnern an die Schwestern Bertha und Jenny Wolff, die 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden und dort starben.

Nach der Reinigung gedachte der Vorstand der Opfer. Ein Stolperstein führt die Erinnerung dorthin zurück, wo Menschen tatsächlich gelebt haben: in die Nachbarschaft, vor ihre Häuser.

Der Bauverein sieht darin eine besondere Verantwortung. „Wir wollen die Namen und die Geschichten der Menschen dahinter lebendig halten“, so der Vorstand.

Donnerstag, dem 27.08.2026

19:00 Uhr, Die Ausstellung „Die Toten des Pogroms 1938“ in der Josefskapelle wird eröffnet.