Umweltministerium appelliert, Hunde und Katzen weiterhin gegen Tollwut zu impfen
Ministerium spricht Empfehlung an alle Tierhalterinnen und Tierhalter aus
„Auch wenn Deutschland seit August 2008 frei von terrestrischer Tollwut ist, die von wild lebenden Landtieren wie Füchsen übertragen wird, sollte unsere Aufmerksamkeit nicht nachlassen. Das Umweltministerium empfiehlt daher allen Tierhalterinnen und Tierhalten, ihre Tiere impfen zu lassen. Das senkt das Risiko, dass ein Biss oder Kratzer lebensbedrohlich wird. Auf diese Weise können Ansteckungen verhindert, Tiere und Menschen geschützt werden“, erklärte Umweltministerin Katrin Eder anlässlich des jüngst nachgewiesenen Tollwut-Einzelfalls bei einem importierten Hund aus der Russischen Föderation.
Tollwut ist weltweit weiterhin verbreitet. Große Teile Afrikas sowie Süd-/Südostasiens sind beispielsweise stark betroffen. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus anderen Ländern gelten daher rechtlich hohe Anforderungen, um eine Einschleppung der Krankheit zu verhindern.
Auch für den importierten an Tollwut verstorbenen Hund im Rhein-Pfalz-Kreis lagen die für die Einreise notwendigen Dokumente vor. Dazu gehört die Kennzeichnung mit einem Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung, eine Antikörper-Titer-Untersuchung sowie eine dreimonatige Wartezeit vor der Einreise nach Deutschland. Bei dem vorliegenden Fall konnten zunächst keine Beanstandungen festgestellt werden. Erst nach dem Tod des Tieres und dessen Untersuchung im Landesuntersuchungsamt wurde neben der Tollwut deutlich, dass das Tier jünger war als auf den Dokumenten angegeben. Aufgrund dieser Unstimmigkeit in den Papieren ermittelt derzeit die Kriminalpolizei wegen des Verdachts auf illegale Einfuhr.