Am 4.09.2026 fand in Limburgerhof erneut der „Fahrsicherheitstag für erfahrene Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer“ der Kreisverkehrswacht Ludwigshafen statt. Die Neuauflage erfolgte aufgrund zahlreicher Nachfragen und wurde in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde Limburgerhof sowie den Sicherheitsberatern für Seniorinnen und Senioren, Peter Binnefeld und Peter Thiery, organisiert.
Theoretischer Teil: Risiken erkennen und Kenntnisse über Verkehrszeichen auffrischen
Dieter Lauerbach von der Kreisverkehrswacht Ludwigshafen vermittelte den Teilnehmenden kurzweilig und verständlich, wie sich mit zunehmendem Alter Risiken im Straßenverkehr entwickeln können. Dazu zählen unter anderem Reaktionsfähigkeit, Gehör, Sehvermögen und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Zugleich gab er praktische Hinweise, wie solche Risiken erkannt und ihnen teilweise entgegengewirkt werden kann.
Im zweiten Theorieblock standen alte und neue Verkehrszeichen nach der Straßenverkehrsordnung im Mittelpunkt. Dabei sorgte es für Überraschung, dass einige vertraute Verkehrsschilder nicht mehr gelten, während neue Zeichen vielen Teilnehmenden noch unbekannt waren. Eingestreute Fantasie-Verkehrszeichen wurden teilweise erst nach Hilfestellung als solche erkannt.
Praktischer Teil: Sicherheit im Fahrzeug und Fahrübungen
Nach der Mittagspause traf sich die Gruppe mit ihren Fahrzeugen auf dem Parkplatz der Firma Vögele in Rheingönheim. Zunächst stellte Herr Lauerbach hilfreiche, altersgerechte Ausstattungen für den Pkw-Innenraum vor, darunter beispielsweise Ausstiegshilfen.
Anschließend wurde anschaulich demonstriert, wie schnell Personen im „Toten Winkel“ des Außenspiegels verschwinden können: Auf einem großen Kunststoffdreieck fanden alle Teilnehmenden Platz, bevor sie plötzlich aus Sicht des Fahrers „unsichtbar“ wurden.
Auch das Verhalten bei einem Unfall wurde geübt. Nachdem unvermittelt das Wort „Unfall“ in die Gruppe gerufen wurde, mussten Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten schnell gefunden und eingesetzt werden.
Den Abschluss bildeten fahrpraktische Übungen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer mit dem eigenen Pkw absolvierte. Dazu gehörten Rückwärtsslalom zwischen Hindernissen, Einparken sowie eine Vollbremsung aus mittlerer Geschwindigkeit. Besonders die Vollbremsung gelang teilweise erst nach einem zögerlichen ersten Versuch.
Fazit
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, die eigenen Fähigkeiten im Straßenverkehr regelmäßig realistisch einzuschätzen und sich aktiv mit Fahrsicherheit auseinanderzusetzen.