Titel Logo
Amtsblatt Limburgerhof
Ausgabe 9/2026
Gemeindemitteilungen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Enge Abstimmung in der Region

Bürgermeister Poignée zum BASF-Wohnungsverkauf

Die Gemeinde Limburgerhof verfolgt die Entwicklungen rund um den angekündigten Teilverkauf von 4.400 Wohneinheiten durch die BASF Wohnen + Bauen GmbH mit großer Aufmerksamkeit. Auch wenn der Schwerpunkt der betroffenen Wohnungen in Ludwigshafen am Rhein liegt, sind Bestände in der gesamten Region – darunter auch in Limburgerhof – betroffen.

Die Muttergesellschaft BASF SE plant im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung die Veräußerung eines Großteils ihres Wohnungsbestandes. Für die Gemeinde Limburgerhof steht dabei fest: Die Interessen der Mieterinnen und Mieter haben oberste Priorität.

Regionale Gespräche über sozialverträgliche Lösungen

In der Region haben die Diskussionen inzwischen deutlich an Fahrt aufgenommen. Der Ludwigshafener Oberbürgermeister Klaus Blettner hat sich klar positioniert und setzt sich nach eigenen Angaben für eine konstruktive Lösung unter Einbindung der städtischen GAG Ludwigshafen ein. Auch der Oberbürgermeister von Frankenthal, Nicolas Meyer, fordert einen sozial verantwortungsvollen Umgang mit den betroffenen Wohnungen. Nach seinen Vorstellungen könnte die Frankenthaler Wohnungsbaugesellschaft möglicherweise in den weiteren Prozess eingebunden werden.

Darüber hinaus steht der Bürgermeister von Limburgerhof, Andreas Poignée, im Austausch mit dem Landrat des Rhein-Pfalz-Kreis, Volker Knörr, hinsichtlich eines möglichen Engagements des Kreiswohnungsverband des Rhein-Pfalz-Kreises. Der Kreiswohnungsverband hat seit Gründung der Gemeinde Limburgerhof wesentlich zur Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum beigetragen und ist ein verlässlicher Partner in der regionalen Wohnraumentwicklung.

Statement des Bürgermeisters

Bürgermeister Andreas Poignée erklärt:

„Für uns steht im Mittelpunkt, dass die betroffenen Mieterinnen und Mieter Sicherheit und Verlässlichkeit erfahren. Wohnen ist ein zentrales Gut der Daseinsvorsorge. Wir begrüßen ausdrücklich, dass eine Sozialcharta vorgesehen ist, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen soll. Gleichzeitig werden wir den Verkaufsprozess aufmerksam begleiten.

Wohnen ist ein elementarer Bestandteil sozialer Stabilität. Wir unterstützen es, wenn auf regionaler Ebene verantwortungsvolle Lösungen - beispielsweise ein Engagement der jeweiligen kommunalen Wohnungsverbände - geprüft werden. Der Austausch mit dem Rhein-Pfalz-Kreis ist dabei ebenso wichtig wie die Abstimmung mit unseren Nachbarkommunen.“

Bezahlbaren Wohnraum langfristig sichern

Für die Gemeinde Limburgerhof bleibt das Ziel klar: Bezahlbarer Wohnraum und gewachsene Nachbarschaften müssen erhalten bleiben. Die angekündigte Sozialcharta wird als wichtiger Schritt gewertet. Gleichzeitig wird die Gemeinde den weiteren Prozess eng begleiten und sich für Transparenz einsetzen.

Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert.