Derzeit entstehen in der Kläranlage Eistal-West in Mertesheim die Wände des neuen BioCos-Beckens. Insgesamt werden sieben Millionen Euro in die Sanierung gesteckt. Foto: VGL
Die Verbandsgemeinde-Werke Leiningerland investieren rund sieben Millionen Euro in die Sanierung der Kläranlage Eistal-West in Mertesheim. Die Arbeiten laufen seit 2025 und sollen bis 2027 abgeschlossen sein. Das Großprojekt liegt im Zeitplan und läuft bislang reibungslos. Die seit 1989 bestehende Anlage reinigt die Abwässer aus Mertesheim, Ebertsheim mit Rodenbach, Quirnheim mit Boßweiler sowie Lautersheim. Grundlage der Maßnahme ist eine Studie aus dem Jahr 2018, die die Ertüchtigung am bestehenden Standort als wirtschaftlichste Lösung bestätigte.
Derzeit entstehen die Wände des neuen zweistraßigen BioCos-Beckens (Biocos = biologisches kombiniertes System). Die Betonarbeiten erfolgen in acht Takten. Die ersten beiden Abschnitte mit rund 100 Kubikmetern Beton sind bereits fertiggestellt, der dritte Takt wird aktuell abgeschlossen. Insgesamt wurden bislang rund 90 Tonnen Stahl und 280 Kubikmeter Beton verbaut. Das moderne, patentierte BioCos-Verfahren kombiniert Belebtschlamm- und SBR-Technologie (biologische Reinigung und Nachklärung in einem Becken) und ermöglicht künftig eine besonders effiziente und ausfallsichere Abwasserreinigung.
Die Firma OBG Tiefbau GmbH & Co. KG liegt im Bauzeitenplan und wird die Arbeiten in den Bereichen Erd-, Leitungs- und Ingenieurbau voraussichtlich im Herbst abschließen. Anschließend folgen die Gewerke Maschinen- und Elektrotechnik.
Darüber hinaus werden das Zulaufpumpwerk, die Feinrechenanlage sowie der Sand- und Fettfang saniert. Ergänzt werden eine neue Fällmitteldosierstation, ein überdachter Schlammlagerplatz, ein neues Prozessleitsystem sowie eine Photovoltaikanlage. Ziel ist eine nachhaltige und zukunftssichere Abwasserreinigung zum Schutz des Eisbachs und der Umwelt in der Region.