Die Walachenschafherde wird verkleinert. Gründe dafür sind insbesondere die zunehmende Überweidung der Flächen, die Belastung der Biodiversität und die außergewöhnliche Trockenheit im Jahr 2026.
Eine zu große Herde kann der Landschaftspflege mehr schaden als nutzen. Werden Flächen dauerhaft zu intensiv beweidet, leiden Vegetation und Artenvielfalt. Auf diese Problematik wurde auch vom NABU seit Jahren hingewiesen.
Gleichzeitig verschärft die extreme Trockenheit die Futterversorgung. Bereits 2026 musste deutlich früher als üblich zugefüttert werden. Immer größere Mengen Futter müssen zugekauft werden. Das ist wirtschaftlich belastend und widerspricht dem Anspruch einer möglichst ressourcenschonenden und nachhaltigen Haltung.
Die Tiere werden nicht geschlachtet
Wichtig ist: Keines der abzugebenden Tiere wird geschlachtet. Die Schafe werden an einen Schäfer übergeben und dort weiterhin zur Beweidung geeigneter Flächen eingesetzt.
Die Verkleinerung ist somit kein Schritt gegen die Schafhaltung, sondern eine notwendige Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten.
Nachhaltige Landschaftspflege bedeutet nicht, möglichst viele Tiere einzusetzen, sondern die richtige Anzahl für die vorhandenen Flächen. Weniger Schafe können deshalb mehr für die Natur bedeuten.
Ziel ist es, die Weideflächen zu entlasten, die Biodiversität zu schützen und gleichzeitig eine verantwortungsvolle Haltung der verbleibenden Tiere sicherzustellen.