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Biebesheimer und Stockstädter Nachrichten
Ausgabe 16/2021
Vereine und Verbände - Stockstadt am Rhein
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SKG Stockstadt

Geschlossen und doch nicht zu

- warum die SKG Stockstadt auch

im Lockdown weiterarbeitet

Vor Ostern keimte Hoffnung im hessischen Sport auf: Kinder unter 14 Jahren durften im Freien wieder trainieren, z.B. im Fußball, und das sogar in Mannschaftsstärke. Aber nach gerade Mal 2 Wochen war schon wieder Schluss. Der Lockdown ist zurück und mit ihm auch wieder das Trainings- und Sportverbot. Und wann die nächste Lockerung kommt, weiß derzeit noch keiner. Also Zeit und Gelegenheit für die Verantwortlichen der SKG Stockstadt, ihre Aktivitäten für Stockstadts größtem Verein wieder auf Null zu fahren? „Weit gefehlt“, so Ursula Kraft, als Leiterin Repräsentanz Vorsitzende des Vereins, “gerade in solch schwierigen Zeiten laufen in einem Mehrspartenverein dieser Größenordnung die meisten Aktivitäten weiter und es kommen sogar noch neue hinzu.“

So müssten natürlich die Sportstätten weiterhin gepflegt und unterhalten werden. Das gelte sowohl für die SKG-eigenen Anlagen wie Kegelbahn oder Tennisplätze als auch für die gemeindeeigenen, für die die SKG das Nutzungsrecht, aber auch die Pflegeverpflichtung hat. Gerade bei den Fußballplätzen zum Beispiel gäbe es sogar Mehrarbeit, denn bei den Rasenplätzen wurden vor Corona in der Regel von den Aktiven nach dem Training die Berieselungsanlagen auf den Platz gestellt und angemacht. Da jetzt kein Training ist, muss das jeweils explizit von Verantwortlichen der Fußballabteilung separat vorgenommen werden. Auch die Pflege der Angelgewässer der SKG-Abteilung Angeln ist in Lockdown-Zeiten mehr denn je notwendig.

Aber die Zeit wird auch für Zusatz- bzw. Erneuerungsarbeiten genutzt. So soll ein neuer Zaun zwischen Kunstrasenplatz und den Hauptparkplatz an der Insel-Kühkopf-Str. gezogen werden. Und auch rund ums Boulegelände an der Sporthalle wird derzeit ein Zaun erwogen, um dem zunehmenden Vandalismus auf dem Bouleplatz entgegen zu wirken. Normalerweise eine Sache für 1-2 Arbeitseinsätze von Aktiven - in Zeiten der Pandemie nicht oder nur sehr eingeschränkt und damit zeit- und kostenaufwendiger möglich.

Und auch der Trainings- und Sportbetrieb sei nicht komplett zum Erliegen gekommen, wie Kraft weiter erläuterte. In der Tennishalle am Odenwaldring darf weiter mit den Einschränkungen eines detaillierten Hygienekonzeptes gespielt werden, was gewißen Zusatz-Aufwand bedeutet. Einige Kurse im Turnen werden als Onlinekurse angeboten. Die „Greensingers“ der Abteilung Musik proben im Rahmen von Videokonferenzen. Um die Online-Aktivitäten zu unterstützen, hat die SKG ihre Netz-Präsenz intensiviert. So wurde ein eigener Youtube-Kanal mit Videos über die Arbeit des Vereins geschaltet. In Kürze wird die neue Webseite der SKG im Netz zur Verfügung stehen.

„Und auch unsere Verwaltungsarbeit nimmt nicht ab, denn schließlich ist jeder 3. Stockstädter Mitglied im Verein und kann auch in diesen Zeiten entsprechende Services von uns erwarten“, so Kraft. Und auch die Finanzen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Denn einerseits würden die Kosten nicht weniger, schließlich müssten Trainer und Übungsleiter zum großen Teil weiterbezahlt werden, um sie nicht zu verlieren. Auch Versicherungen, Verbandsabgaben, Mieten müssten weiter gezahlt werden. Aber anderseits fehlen die Einnahmen aus Veranstaltungen wie Karneval, Trommelfest, Grillfeste, aber auch Vermietungen z.B. der Kegelbahnen an Freizeitkegler. Der geschäftsführende Vorstand des Gesamtvereins befasst sich zwar kontinuierlich mit den Hilfsprogrammen von Bund und Land, hat aber bislang noch keinen Ansatzpunkt für Direkthilfen gefunden, da die unterschiedlich stark betroffenen Abteilungen als Hilfepartner nicht in Frage kommen, da sie alleine nicht rechtsfähig sind.

„Wir können hoffentlich bald unter entsprechenden Randbedingen wieder das tun, warum wir alle im Verein sind: Trainings- und Wettkampfsport betreiben, Kulturerlebnisse pflegen, Gemeinschaft erleben und gemeinsame Ziel umsetzen. Damit wir diesen Anspruch auch in Zukunft erfüllen können, brauchen wir als Gesamtverein ebenso wie unsere Abteilungen eine entsprechende finanzielle Ausstattung und das heißt, möglichst viele Mitglieder auch als Beitragszahler“, so Kraft abschließend. „Wir danken unseren Mitgliedern für Ihre Treue und Verbundenheit, auch in schwierigen Zeiten. Lasst uns gemeinsam daran glauben, dass wir ab Mitte des Jahres wieder neu starten können und unser Vereinsleben mit neuem Leben erfüllt wird.“