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Biebesheimer und Stockstädter Nachrichten
Ausgabe 41/2019
Kirchliche Nachrichten
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Evang.Posaunenchor

Gedanken zu meinem 50jährigen Posaunenchorleiterjubiläum : Teil 1

Mein Vorgänger Karl Heinz Hannig und ich waren 1969 mit dem Studium in Jugenheim fertig und wurden als Fachlehrer/in einer Schule in Hessen

zugewiesen. Herr Hannig bekam eine Stelle in Friedberg und ich an der Peter-Schöffer-Schule in Gernsheim. Klar, dass Herr Hannig den Posaunenchor in Stockstadt nicht mehr aufbauen konnte. Ihm war bekannt, dass ich schon einige Jahre Posaune spielte und so nahm er mich zu einer Probe ins Stockstädter Gemeindehaus mit. Dort lernte ich die 10 jungen Bläser kennen und hätte sie am liebsten gleich übernommen. Damals gab es noch keine Bläserinnen und erst recht keine Chorleiterin für Blechblasinstrumente. Ich war noch sehr jung, die Mini-Mode war modern, das ist nichts für die jungen Bläser, sie könnten abgelenkt werden. Der damalige Kirchenvorstand tat sich schwer mit meiner Anstellung. Schließlich nahmen sie mich doch. Da ich ein abgeschlossenes Musikstudium nachweisen konnte, brauchte ich auch keine Eignungsprüfung für Posaunenchorleiter machen.

Das war vor 50 Jahren!

Wie in jedem Posaunenchor gab es in der folgenden Zeit viel Verwandlung. Mädchen kamen hinzu und waren genauso in der Lage, ein Blechblasinstrument zu spielen, wie die Jungen. Traurig war ich immer, wenn ich ja hrelang einem Bläser das Spielen auf einem Instrument beigebracht habe und dann zieht er fort, studiert, heiratet, neue Arbeitsstelle in einer anderen Stadt usw. In den 50 Jahren habe ich aber keinen von meinen Bläsern erlebt, der aus Unlust weggeblieben ist.